Dienstag, 1. Januar 2019

Der erste

Ich mag diese Stimmung nicht am ersten Januar. Und ganz offensichtlich ist es dafür völlig egal, ob ich einen Kater habe oder nicht, ob ich Silvester gefeiert oder gemütlich auf der Couch verbracht habe. Der erste Januar ist trüb. Innen wie außen, denn das Wetter hatte heute wenig Alternativen zu Nebel und Nieselregen zu bieten. Nebel und Nieselregen - eine Alliteration des Grauens. Ob dieses Wetter am Tag nach Silvester auch am Feuerwerk liegt? Ich weiß es nicht, kann mich aber an keinen ersten Januar bei strahlendem Sonnenschein erinnern.




Müde waren wir dann doch heute, denn wider Erwarten haben wir doch bis 12 Uhr durchgehalten mit leckerem Essen, Lesen, Spielen, Lesen, Serie gucken, Spielen, Lesen ....Die Filterblase, die die Böllerei in den letzten Tagen so hübsch geringgeschätzt hat, wohnt anscheinend nicht in Luftweite - jene Luft war nämlich 0:05 Uhr ordentlich verpestet und Gruppen todesmutiger alkoholisierter Mittdreißiger wagten sich sogar auf die vielbefahrene Straße, um den Nachbarn unter Einsatz des eigenen Lebens das schönste und prächtigste Feuerwerk zu präsentieren. Dabei wurde sogar ritterlichst in Kauf genommen, von vorbeifahrenden Autofahrern beleidigt zu werden. 
Heldenhaft, sag ich euch!

Nach diesem Ereignis, aus dem Dachfenster beguckt, entschieden wir, dass es nun angemessen sei, das Bett aufzusuchen. Mein Kreislauf war da aber schon wieder umgesprungen auf "Hallo Wach", immerhin im Alltag 4 Stunden später Aufstehen angesagt, sodass ich las und las und las ... Irgendwann fielen mir dann doch die Augen zu, um heute Morgen um 7 Uhr vom Liebsten geweckt zu werden, der sein alkoholfreies Bier vom Vorabend (PARTY HARD!) wegbringen musste. Einschlafen war nicht mehr, also wieder lesen, lesen, lesen auf beiden Seiten des Bettes, ehe mir die Morgen-Melancholie befahl, das für heute ausgesuchte HIIT Workout zu starten. Danach ging´s dann auch direkt besser, zumal mir nicht langweilig wurde. Für morgen haben sich nämlich erneut Gäste angesagt, sodass ich einen Nachtisch in Form einer Baiser-Sahne-Eisbombe vorbereitete. Das Baiser übrigens selbst gemacht - Aufwand und Kosten sehr gering, in der Bäckerei hätte ich ca. 6 Euro dafür gelassen. Noch schnell die Bolognese für die Lasagne vorbereitet, dann war es schon 12 Uhr. Nach dem Frühstück erfasste mich dann wieder die Melancholie, also wurde geputzt, ehe ich mich mit dem Kindle auf die Couch und unter die neue Decke verzog.

Das Abendessen gestaltete sich aus vielerlei Resten. Engegen der Erwartung ist der Kühlschrank nicht leerer geworden. Stattdessen steht da jetzt zusätzlich die Bolognese für morgen drin, hrmpf.  Ich dachte immer, unser Tiefkühlfach sei das Bottleneck, aber die Eisbombe bekam ich erstaunlich gut unter.

Morgen müssen wir dann tatsächlich noch mal unter Leute. Ich bin schon fast aufgeregt!

Frohes Neues Jahr 2019 Ihnen - Mögen alle Wünsche in Erfüllung gehen!


 

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