Montag, 9. September 2019

190909 Szenen

Derzeit halte ich es mal mit Novemberregen und bezeichne das, was auf der Arbeit passiert, als Unaussprechliches. Nicht, weil es so absurd oder geheim wäre, sondern weil so unfassbar viel an einem einzigen Tag ist, dass ich mich abends an so gut wie nichts mehr erinnere. Daher nur ein paar wenige Ausschnitte des Tages

Bei Lidl um 7.20 Uhr. Während ich mir ein Laugenbrötchen hole, sehe ich drei Polizistinnen durch den Laden stromern. Schlagartig bereue ich, nicht Polizistin geworden zu sein, denn die drei sind einfach zu cool. Alle Mitte/ Ende 20, groß, super Habitus und dazu auch noch hübsch. Was füre eine Streife, denke ich und freue mich, dass sie nicht einem männlichen älteren Polizisten hinterherdackeln. An der Kasse dann die Enttäuschung: Sie laden palettenweise Milch und Kaffee aufs Band. Offenbar sind sie in dieser Konstellation zum Einkaufen geschickt worden - natürlich.

Ein paar Stunden später in einer inhaltlichen Diskussion mit meinem Chef. Er fragt "Nur damit ich das einschätzen kann: Bist du grad total genervt?" - Dabei war ich einfach nur komplett konzentriert und in der Diskussion drin. Muss an meiner Mimik arbeiten - oder er lernt mich besser kennen. 

Um 17 Uhr beschließe ich zu gehen. Ich bin seit 7.20 Uhr im Büro und finde das lang. Plötzlich verspure ich einen unfassbaren Jieper auf Rahmkohlrabi, google noch schnell: Check! Gibt´s bei Lidl. Mein Tag endet also da, wo er begann: Bei Lidl. Während ich mit dem Kopf in der Kühltruhe hänge und nach Rahmkohlrabi wühle, findet ein ca. 5-jähriges Mädchen es unheimlich witzig, die Truhe zuzuschieben, sodass ich dagegen halten muss, um den Kopf nicht eingeklemmt zu kriegen. Ich sage mehrmals laut "Du tust mir weh" und erhalte keine Reaktion. Dachte, diese empathiefreie Phase sei viel früher...Statt Rahmkohlrabi gibt´s dann TK Broccoli, wie so oft. 

Viel los heute. Und trotzdem nur ein Gedanke den ganzen Tag. 



Sonntag, 8. September 2019

190908 Geschichten aus der Eifel

Diese Hochzeiten. Ich wünschte ja, ich könnte mich noch mal so euphorisch auf diese Feste freuen wie vor vier Jahren, als das erste Paar im Freundeskreis gefeiert hat. Besonders wenn es nicht ganz so nahe Freunde sind, hält sich meine Vorfreude in Grenzen - so auch gestern. Wider Erwarten war es aber ein schönes Fest und es gab so ziemlich alles, was ich der Braut (Mountainbikerin, im Freundeskreis "Maschine" genannt) nicht zugetraut hätte: Schöne Deko, liebevolle Gastgeschenke, einen Brauttanz mit Medley-Choreo (ich dachte, das macht man seit 10 Jahren nicht mehr) und wirklich gutes Essen. Den Bräutigam "gibt" es aber auch erst seit zwei Jahren und ich möchte, ohne ihn besonders gut zu kennen, sehr viel darauf verwetten, dass er die Planung in die Hand genommen hat.

Die Hochzeit fand in der Gastronomie in Vogelsang im Nationalpark Eifel statt. T. und ich sind aber schon ein paar Mal hier gewesen auf einer Wanderung oder Radtour. Doch die Aussicht haut mich jedes Mal wieder aus den Socken. 
Ja, sicher eine besondere Wahl, an diesem Ort zu heiraten, die Geschichte dieses Ortes dürfte jedem bekannt sein, und ein wenig hat es uns auch gegruselt, als wir über den Platz gingen, auf dem es ein Foto mit Hitler gibt. Letztendlich ist es aber das "Revier" des Brautpaares: Eifel, Natur, Berge - und so passte alles.

Eine wunderbare Geschichte, die die beiden sich sicher noch in 50 Jahren erzählen werden, ereignete sich. Bevor die Kirche stattfand, hatten Brautpaar und Familie auf dem Gelände auf sämtlichen Treppen grüne Weinflaschen mit Rosen aufgestellt zur Kennzeichnung des Weges (man kann sich da echt verlaufen) und als Deko. Als die ersten Gäste dann nach der Messe auf Vogelsang eintrudelten, kam ihnen ein Radfahrer auf einem Rad entgegen, was über und über mit Rosen geschmückt war. Keiner dachte sich etwas dabei: Vielleicht war das Rad als Deko gedacht und wird jetzt irgendwo abgestellt, immerhin sind die beiden Mountainbiker. Bald trafen aber die ersten aus dem internen Kreis ein und es stellte sich schnell heraus, dass es sich um einen gemeinen Rosen-Dieb gehandelt hatte, der nun natürlich - wortwörtlich - längst über alle Berge war. "Wenn das das einzige ist, was schief geht, alles gut" - sagte die Brautmutter noch, und dann gab es Kuchen in einem Saal mit riesigen Fenstern und tollem Blick auf die Urft. Auf diese Weise verpasste niemand, dass eine halbe Stunde später ein Polizeiwagen vorfuhr. Es stiegen zwei typische Dorfpolizisten aus und die nun folgende Szene hätte "Mord mit Aussicht" alle Ehre gemacht: Der eine Polizist fragte nach der Braut, die gerade Hochzeitstorte verteilte. Sie wurde geholt, ging hinaus - und bekam von der Polizei alle ihre weißen Rosen überreicht. Die beiden Polizisten hatten ein fettes Grinsen im Gesicht und bald auch schon ein dickes Stück Torte auf dem Teller. Von allen Seiten wurden sie mit Dank überhäuft und für ihren Einsatz gelobt. -  Bestimmt eine ganz nette Schicht für die beiden im sonst so ereignislosen Eifeldörfchen. 

Die Trauzeugen verteilten schnell die Rosen wieder in die vorgesehenen Flaschen, und nach einer halben Stunde fuhren die Polizisten wieder. 
Seither habe ich einen Ohrwurm von der Titelmusik von "Mord mit Aussicht"




Samstag, 7. September 2019

190907 Was geht

Was alles so geht: 
  • 50 Wochenstunden arbeiten in einem neuen Job als blutige Anfängerin
  • dabei halbwegs gesund essen (wenn wir mal das tägliche Schokocroissant ausklammern)
  • An 3 von 5 Tagen vor der Arbeit spazieren
  • Abends ohne Mann ins Bett gehen wegen Dienstreise (Kuala Lumpur!!! Hat sich nur so mittel gelohnt)
  • Freitagabend noch nach Aachen düsen zu einem Geburtstag und dort sogar Spaß haben (das ist ja meistens die eigentliche Crux)
  • Samstagmorgen Haushalt
  • Restlicher Samstag: Hochzeit
Ob der letzte Punkt wirklich geht, werden wir erst noch sehen, denn wir fahren jetzt erst los. Insgesamt aber die in allen Belangen anstrengendste Woche seit langem.
 

Freitag, 6. September 2019

190906 so fertig

Ich bin so erschöpft. Aber Hauptsache jetzt müssen wir noch auf einen Geburtstag und morgen auf eine Hochzeit. Heute aber zum ersten Mal die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass der Job doch was sein könnte. Das liegt in erster Linie an einem außerordentlich gutem Gespräch mit meinem Chef.

Donnerstag, 5. September 2019

190905 Immer noch so was wie Pause

Es ist immer noch alles sehr sehr anstrengend. Aber zum Glück ist T. wieder da. Der war 4 Tage in Kuala Lumpur, auf einer semi lohnenswerten Messe sich die Beine in den Bauch stehen.
Ich bin zu k.o. um ihm von der Arbeit zu erzählen, er zu müde, um von der Reise zu berichten.
Nach langer Zeit reicht es heute mal nicht für den #Wmdedgt der lieben Frau Brüllen. :(

Mittwoch, 4. September 2019

190904 Pause

Pause Tag 2

Dienstag, 3. September 2019

190903 Pause

Pause Tag 1. Sorry, alle Kapazitäten aufgebraucht.

Montag, 2. September 2019

190902 Korrektur

Ich korrigiere:

Inhaltlich könnte das schon gehen. Für den Job braucht man Struktur und Übersicht, beides habe ich (wenn auch nicht am ersten Tag). 
Physisch wird das aber ein Problem. Nichts bringt mich so sehr aus dem Takt wie unvorhergesehen ausfallende Mittagessen, oder wenn mir um 16 Uhr gesagt wird, dass jetzt ein Kunde kommt - für ein dreistündiges Meeting. Mal abgesehen, dass ich so nicht mit einer neuen Mitarbeiterin am ersten Tag umgehen würde, schränkt das meine Leistungsfähigkeit so sehr ein, weil ein Großteil meiner Kapazitäten dann drauf gehen für a) Wütend-sein und b) Lösung-Finden wo keine ist.

11,5 Stunden heute. Am ersten Arbeitstag. Andere werden da zum Essen eingeladen und haben als Anforderung, am Ende des Tages den Weg zum Klo zu kennen.


 

Sonntag, 1. September 2019

190901 Nichts übrig

Nichts übrig an Gedanken.

Samstag, 31. August 2019

190831 Falsch gedacht

Nie hätte ich gedacht, dass es daneben gehen könnte, vor dem ersten Arbeitstag einen inoffiziellen Tag einzulegen. Statt dass Ängste aus dem Weg geräumt wurden, sind die vorhandenen größer geworden und ein Strauß neuer hinzugekommen. Bravo! 
Dem Montag gucke ich nun nicht beruhigt oder gar vorfreudig entgegen, sondern voller Sorgen, wie die Aspekte meines gerade ziemlich anders anmutenden Lebens sich ineinander fügen sollen. Ich wollte eine neue Herausforderung, aber gerade bin ich mir alles andere als sicher, dieser gewachsen zu sein.
 

Freitag, 30. August 2019

190830 Randthema

Aus Gründen heute nur ein Randthema: Die Küche ist fertig*. Während ich gestern Abend ab 18 Uhr mit höllischen Kopfschmerzen im Bett lag, hat er mit einem Freund die Arbeitsplatten sowie den Herd montiert. Und als ich heute Morgen aufstand, war die Küche einfach fertig und auch nicht mehr Schutzfolien-blau sondern weiß. Ich habe noch nie so eine schöne Küche besessen und auch noch nie in so einer schönen Küche gekocht.





Ansonsten heute auf einem Spaziergang einen Friseur gesehen und spontan die Haare echt kurz schneiden lassen. Wie in so nem Film aus ner Laune heraus.

* Naja, Blenden müssen noch an die Wand montiert werden.

Donnerstag, 29. August 2019

190829 zu viel

Zu viel zu lang zu warm. Kopfweh.

Mittwoch, 28. August 2019

190828 Generalprobe

Morgen Generalprobe: "Probetag" im neuen Job. Weil der Chef nächste Woche ja nicht da ist, wurde ich ja gebeten gefragt, ob ich morgen schon vorbei kommen könne. Aus Vormittag wurde nun 8 Uhr bis open end, aber was soll´s: Ich hab die freie Zeit so satt.  Jetzt muss ich los, meine Arbeitstasche packen und Klamotten rauslegen.

Dienstag, 27. August 2019

190827 Mit Profis arbeiten

So schlecht ging das gar nicht los heute, denn die Arbeitsplatte wurde bereits um 8.00 Uhr geliefert nach telefonischer Ankündigung 15 Minuten vorher. Dann aber wollten die beiden Fahrer die falschen Arbeitsplatten partout nicht mitnehmen und behaupteten, sie hätten keinen Abholauftrag. Also hängt T. sich wieder in die IKEA-Warteschleife und erfährt kurze Zeit später: Doch, die hatten sehr wohl einen solchen Auftrag. Er schlägt vor, dass die einfach umdrehen und noch mal vorbeikommen sollen, immerhin sind sie erst 10 Minuten aus der Tür, da verneint die IKEA-Mitarbeiterin - sie habe von denen ja gar keine Telefonnummer. Tja, falsche Ausrede, denn WIR haben ja die Nummer, da die ja kurz vor dem Eintreffen angerufen hatten. Jetzt ist die IKEA-Frau etwas überrumpelt und druckst rum, dass sie mit denen nicht telefonieren dürfe. T. wird etwas rigoroser, dass die Platte entweder heute abgeholt wird oder gar nicht, und dass wir mit Sicherheit nicht einen dritten Termin dafür freihalten werden, dass die zunächst falsch gelieferten Platten, die dann fälschlicherweise nicht abgeholt wurden, dann endich auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Da lenkt sie ein und lässt sich die Nummer geben. 
Sie werde sich sofort melden, wie es weiter geht. 

Hat sie nicht, jetzt 10 Stunden später.

Montag, 26. August 2019

190826 Vorwürfe

Ich wünschte, es würde mich nicht so ärgern. Aber leider tu ich es. Ausgerechnet auf meiner heiligen Spazierrunde sah ich eine Whatsapp von meiner Mutter mit einem so unmissverständlichen Vorwurf, dass der Spaziergang ab dann an Wohltat verlor und ich stattdessen im Kopf eine Antwort formulierte.

Noch an meinem Geburtstag hatte sie mir in einer E-Mail geschrieben, dass ich so wenig von mir erzähle, wie es mir in der neuen Wohnung gehe, etc, aber dass sie das akzeptiere. Wieso auch nicht - denn auf ähnliche Anmerkungen ihrerseits hatte ich bereits mehrmals um Verständnis gebeten, dass es eine schwere Zeit sei und sie ja am besten wisse, dass ich zunächst einmal alles mit mir selbst ausmache. 

Es ist nicht einmal so, dass ich ihr nicht antworte, wenn sie mir ein Katzenfoto oder sonst was schickt. Ich sehe nur keinen Anlass gerade ihr und ausgerechnet per whatsapp mitzuteilen, wie es in mir aussieht - sie ist nicht hier, kann nicht helfen, erfahrungsgemäß sagt sie auch nicht immer das Richtige. Wenn ihr mein Glück so wichtig gewesen wäre, vielleicht hätte sie dann auf den übereilten vorgezogenen Rückflug verzichtet um mir ein paar weitere Stunden zu widmen... Nicht zu vergessen ist natürlich auch, dass es da eine klitzekleine Vergangenheit zwischen uns gibt.

Oma habe mich auch versucht anzurufen, es sei die ganze Zeit besetzt gewesen. Oma hat über meinen Onkel unsere Festnetznummer bekommen. Hätte hier das Telefon geklingelt an meinem Geburtstag, hätte ich es entweder gehört oder in der Anrufliste gesehen. Diese ist aber leer - kein Wunder: Denn meinem Onkel habe ich schon vor zwei Wochen mitgeteilt, dass er offenbar meiner Oma die Nummer falsch ins Telefon gespeichert habe, denn schon vorher erhielt sie nur ein Besetztzeichen. 

Aber natürlich ist es einfacher, einen Vorwurf zu äußern, indem man gleich noch jemanden anders mit ins Feld führt. Von Akzeptieren, wie meine Mutter es zu meinem Geburtstag versichert hatte, ist hier wenig zu spüren. Und dass sie mir in einer schwierigen Zeit einen Vorwurf daraus macht, wie ich versuche, damit umzugehen, trifft mich mitten ins Herz. Dass es ein Vorwurf war, sieht sie natürlich nicht ein. Wen wundert das.

Nachmittags fuhr ich dann nach Köln zu einem Arzttermin. In der S-Bahn saß im Vierer neben mir ein Mann mit einer riesigen Zucchini in den Armen. Ja, das klingt komisch, aber so war es. Ich überlegte kurz, ob er wohl Rezeptideen benötigt, aber er sah nicht besonders fragend aus. Dann lief ich ganz alleine durch Köln ohne besondere Auffälligkeiten* - gerne hätte ich meiner Mutter jetzt noch geschrieben, dass ich trotz der gequirlten Popolismus-Kacke, die sie teilt, ich als ihre Tochter noch immer keine Angst habe vor Menschen, die vielleicht anders aussehen und manchmal auch eine andere Sprache sprechen, sondern nach wie vor sicher bin, dass man sich ausschließlich vor Idioten in Acht nehmen muss - gleich welcher Herkunft oder Hautfarbe. 

Beim Arzt dann die netteste Arzthelferin ever erlebt. Eine simple Blutabnahme, aber sie strahlte eine Herzlichkeit aus, fragte mehrmals nach meinem Befinden, erzählte ein wenig von sich und lachte, lachte lachte. Im Hinausgehen sagte ich ihr, wie unfassbar schön es war, ihre Freundlichkeit ein paar Minuten zu genießen.

*Doch: Auffällig war, wie unglaublich viele Menschen rauchen. Mein gesamter Freundeskreis ist rauchfrei. Und dann geht man über die Domplatte und einfach jeder/jede raucht. Unfassbar schrecklich.

Sonntag, 25. August 2019

190825 Gäste

Erster (und vermutlich einziger) Pflaumenkuchen der Saison. Mein Geburtstags-Kuchen-Essen ist saisonbedingt sehr häufig mit diesem verbunden - und genauso sehr mit Gästen, die den Kuchen gegen Wespen verteidigen müssen. Vom Kuchen ist mit fünf Essenden nichts mehr übrig - das hätte ich nicht gedacht. Selbst das halbe Anstandsstückchen ging nach zwei Stunden noch an den Schwager. 

Kreislauf und Kopfweh machten mir ein wenig zu schaffen, aber für´s Rumsitzen reichte es. Und sowieso! 

Sehr praktisch für die Nachbereitung: Ich bekam eine neue Springform geschenkt, denn die alte ist einfach in jeder Hinsicht eine Katastrophe. Daher sparten wir uns nun das Spülen und gaben sie so direkt in den Müll (wird morgen abgeholt, also keine Wespen-Plagen-Gefahr).

Jetzt noch ein paar Pellkartoffeln als was Herzhaftes hinterher. Dann Couch und "Haus des Geldes".
 




Samstag, 24. August 2019

190824 Samstag

Ein klassischer Samtag: Frühstück auf der Terrasse mit ZEIT-Rätsel. Haben wir gelöst, ausnahmsweise aber noch nicht das Lösungswort gefunden... was soll dieses Bild darstellen? Eine Seeanemone? Da fehlt uns dann aber ein R. 

T. geht einkaufen, während ich die Terrasse kehre. Morgen kommt nachträglicher Familiengeburtstagsbesuch. Als die Pflichten erfüllt sind, gehen wir eine Runde spazieren. Hui, ist das warm.

Den Nachmittag verbringt T. vor der BuLi, während ich lese, lese, lese. Zum Abendessen kocht T., Tortellini alla Panna. Ganz was Leichtes bei dem Wetter.... 
Endlich lösen wir das Rätsel. Auf dem Bild ist eine Koralle, damit haben wir auch das Lösungswort. 


Freitag, 23. August 2019

190823 Sonne bleibt Sonne

Ein unvorhergesehenes Telefonat mit meinem künftigen Chef gibt mir die Sicherheit, dass mein Bauchgefühl aus der einen Stunde, die ich ihn im Mai kennen gelernt habe, noch immer stimmt.

Der "Rondo alla Turca" macht Lust, am E-piano so richtig feste in die Tasten zu hauen. Leider nur mit Kopfhörern. Über uns wohnt ein wenige Monate altes Baby.

Bis auf einen Spaziergang Sonne Sonne sein gelassen. Auf der Couch liest es sich doch bequemer als auf den knochigen Gartenstühlen.

Donnerstag, 22. August 2019

190822 Step by Step

Ich hangele mich von Stunde zu Stunde, Tag zu Tag und Woche zu Woche. Versüßt würde der heutige Tag durch gute Nachrichten (und zwei Schokocroissants: Irgendwo sind in den letzten Wochen drei Kilo flöten gegangen, die sollten möglichst bald wieder drauf.)
T.s Vater habe ich dieses Jahr noch nicht gesehen. Seitdem er mit neuer Frau, neuen Kindern und quasi auch mit einem Rudel Pflegekindern zusammenwohnt, bleibt keine Zeit für uns. Immerhin bekam ich einen Gruß zum Geburtstag, der blieb letztes Jahr aus. Nachdem er nun wochenlang mit den Pflegekindern im Urlaub war, in mehreren Schichten, fährt er nun noch in den normalen Urlaub. T. und ich haben den Versuch gemacht, ihn noch einmal zwischendrin einzuladen. Ich bin wenig optimistisch, aber immerhin haben wir es versucht. T.s Mutter dagegen hat beim Umzug geholfen, uns und alle Helfer mit Essen versorgt, war seitdem noch einmal zu Besuch und kommt am Sonntag. Es ist alles unverhältnismäßig und damit fühle ich mich nicht wohl.

Mittwoch, 21. August 2019

190821 Panik

Ob meine Angst nun, wie die Therapeutin heute sagte, zum Teil Wut ist, die ich - gesellschaftlich verträglich - als Angst ausdrücke, ich weiß es nicht. Was ich weiß ist, dass ich heute Nacht nicht schlafen kann.

Dienstag, 20. August 2019

190820 Ausrede

Den für heute geplanten Besuch durch meine Schwester habe ich gestern Abend mit einer Ausrede abgesagt. Das war gut so, wie ich heute merke. Der Nerv für diese Begegnung geht mir zur Zeit gänzlich ab - und heute im Besonderen. 

Stattdessen den Tag zwischen Michelle Obamas Biografie und BWL-Büchern verbracht -  so wenig ich mir den neuen Job im Detail vorstellen kann: Dass er BWL-lastiger als mein bisheriger sein wird, ist einigermaßen sicher. Wäre vielleicht das erste Mal, dass ich einmal etwas Inhaltliches aus dem Studium gebrauchen kann. Denn auch wenn ich bisher immer wegen meines Ingenieursstudiums als Ingenieurin eingestellt war, so denke ich, dass ich meine Jobs bisher vor allem dadurch gut genacht habe, dass ich mich selbst zu organisieren weiß, Dinge strukturieren kann und eine einigermaßen flotte Auffassungsgabe habe. Alles andere war bisher immer Learning by Doing.

Schrecklicher Tag, erfüllt von Angst und Ohnmacht.



 

Montag, 19. August 2019

190819 Wünsche

Geburtstage sind zum Wünschen da. Einen einzigen Wunsch habe ich, aber weil selbst die Menschen, die mich von Herzen lieben, nicht die Macht haben, die Erfüllung dieses Wunsches wahrscheinlicher zu machen, war das heute ein Tag, an dem ich niemanden außer T. sehen wollte. Niemanden wollte ich heute vor den Kopf stoßen mit meiner Fassungslosigkeit über eventuelle materielle Geschenke, und auch das Telefon ließ ich unbeantwortet. 
Viel Zeit zum Hoffen Hoffen Hoffen. 




 

 

 

Sonntag, 18. August 2019

190818 18 Worte

Liebe Freunde, Spiele, Waffeln, aber innen so viele Gefühle, dass ich nach dem Verabschieden in die Knie gehe.

Mehr 18 Worte sammelt die Öcherin.

Samstag, 17. August 2019

190817 Zu zweit

Heute einmal mehr alles zu zweit gemacht.
Gefrühstückt, geshoppt (im Shoppingcenter. Eigentlich haben wir aber nur Fotos abgeholt und ansonsten kein Geld dagelassen, auch wenn ich wild entschlossen war, Schuhe im Einzelhandel zu kaufen.), gestritten, geweint, gelesen, vertragen, BuLi geguckt (naja ich habe weiter gelesen), gekocht, gegessen, Bilder aufgehängt.
Ich verzeihe uns die aktuellen Explosionen und kann zumindest meine Seite gut erklären. Erahnen, was in T. los ist, kann ich auch.
Immerhin haben wir nach dem heutigen Tag eine schöne Fotowand.
Morgen kommt Besuch. Mal sehen, was der mit uns macht.



Freitag, 16. August 2019

190816 Launen

Eine richtig schlechte Nacht, nach der ich ordentlich in den Seilen hänge. Um länger 'schlafen' zu können, gehe ich ohne Frühstück aus dem Haus zu einem Termin und merke unterwegs, dass das kreislauftechnisch nicht so eine gute Idee war.
Wieder zu Hause muss ich erst einmal eine Runde liegen und Podcast hören, ehe wir eine große Runde spazieren gehen. Jeder von uns hat schon seine Lieblingsspazierstrecke gefunden. Die des Mannes führt am Golfplatz vorbei, auf dem fast immer Betrieb ist, meine dagegen über den Sonnenblumen-gesäumten Weg, von dem aus man den Dom so schön sieht. Heute Golfplatzrunde. T. zuliebe, bei dem zu wenig Schlaf die seltenen schlechten Launen hervorruft. Dabei hat er immer geschlafen letzte Nacht, wenn ich das richtig gesehen habe 路‍♀️. Kaum etwas bringt mich so sehr in Rage wie diese schlechte Laune. Schlechte Tage auf der Arbeit, drei Stunden Zugverspätung, alles nimmt er hin ohne Launen. Aber unruhiger Schlaf und er wird zu einem anderen Menschen. (Zum Glück ist er für gewöhnlich ein guter Schläfer)
Im Anschluss ungeliebte Hausarbeiten. T. räumt noch mal um, die Lebensmittel waren suboptimal eingeordnet. Ich reinige erst den Staubsaugerrobbi, dann bringe ich die Küche auf Hochglanz. Also das, was bislang von der Küche provisorisch steht....!
Auf der Couch beginne ich "Becoming" von Michelle Obama, während T. Spaghetti für die von gestern übrig gebliebene Bolognese kocht.

Donnerstag, 15. August 2019

190815 Ablenkung

Die beste Ablenkung, wenn die Gedanken rasen, ist: Excel. Den Vormittag verbrachte ich damit, meine Auswertungstabelle für meine Finanzen noch ein wenig schöner und vor allem smarter zu machen. Als ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis war, und meine Nerven sich auch soweit beruhigt hatten, dass ich berechtigten Anlass zu der Annahme hatte, dass T. und ich wieder normal miteinander sprechen könnten, kam ein Anruf: mein neuer Arbeitgeber.
Mein künftiger Chef sei Anfang September viel unterwegs, sodass die Einarbeitung holprig werden könnte. Ob ich mir vorstellen könnte, schon vorher ein, zwei Tage....! Oh ja. Mit dem Gedanken hatte ich selber schon gespielt, um die Angst vor dem ersten Arbeitstag zu reduzieren. Hört sich ein wenig so an, als sei der Einstieg alles andere als sachte... Aber ich wollte ja eine neue Herausforderung. Oder?

Mittwoch, 14. August 2019

190814 Beim Effzeh

Mein Mann ist Fan von gutem Fußball, wie er immer auf die Frage nach seinem liebsten Verein sagt. Durch die räumliche Nähe seiner Heimat Eifel ist er aber dann doch am ehesten mit dem Effzeh verbunden. Und irgendwie kam ich auf die Idee, dass wir uns ja mal ein Training ansehen könnten. Ausgerechnet heute fand ein für Fans offenes Training statt, das passte uns hervorragend. Wir verbanden den Besuch erneut mit einem kleinen Spaziergang durch den Grüngürtel (Wie grün kann es bitte mitten in einer Großstadt sein! Ich bin schwer begeistert!) und standen dann um 15 Uhr mit viele, vielen großen und kleinen Fans am Spielfeldrand am Geißbockheim. 
Auf dem Parkplatz des Cheftrainers stand übrigens kein Porsche, sondern ein Fahrrad. 
Und auch sonst gefiel mir die Stimmung richtig gut. Besonders amüsiert haben wir uns über die Alte-Herren-Runde, die am Spielfeldrand um einen Plastiktisch saß und Skat zockte. Dabei sprachen sie nur das Nötigste - die drei kannten sich Jahrzehnte, das merkte man. Ob der Tisch, um den sie saßen, extra für sie vom FC gestellt wird? Vielleicht. Auch als das Training begann, widmeten sie diesem nicht ihre Aufmerksamkeit, sondern spielten weiter. Uns schien es so, als sei der FC einfach Bestandteil ihres Lebens, wie eine Ehefrau oder so. Wegen eines Trainings gerät man da schon lange nicht mehr aus dem Häuschen. Vielleicht waren sie einst Mitarbeiter, vielleicht auch nur Fans. Aber nett anzusehen. 

Das Training selbst erinnerte mich wirklich stark an Sportunterricht. Einlaufen, paar Sprintübungen. Dann eine Art Flagfootball (!!), bei dem die Spieler kreischten und lachten wie Kinder.  Bei diesem Gedankengang erwischte ich mich und dachte: Eigentlich sind das auch noch zu einem großen Teil Kinder ...
So ungern ich den Sportunterricht mochte in der Schule, wie grandios wäre es heute, unter professioneller Anleitung ein persönliches Fitnesstraining durchführen zu dürfen. Recht spät kam es ans "richtige" Fußballspielen. Und dann merkt man, wenn so ein Ball vorbeizischt, dass das ganz weit von Spaß entfernt ist, und auch ein wöchentliches Ringen unter den Teamkollegen ums Aufgestelltwerden bedeutet.

 
 

Dienstag, 13. August 2019

190813 Risiko

Ja. Ich bin nicht besonders risikofreudig, zumindest in den meisten Dingen (außer im Offen-meine-Meinung-Sagen, egal gegenüber wem.)
Ich verstehe, dass nicht jeder so risikoavers sein kann und muss wie ich, sonst gäbe es sicher deutlich weniger Fortschritt in unserer Gesellschaft.
Heute habe ich mich aber so unverstanden gefühlt wie lange nicht, und das ausgerechnet von meinem Mann, der das gleiche erleben musste wie ich. Vielleicht hat er einfach wie immer im Modus "Eva, du übertreibst" geantwortet, mit dem er mich in normalen Situationen sehr unbeholfen vor dem Durchdrehen bewahren möchte. Da war ich dann aber schon aus der Tür und ging anders als geplant alleine einkaufen. Das hier ist keine normale Situation.
Immerhin folgte eine Entschuldigung (und er hat sehr lecker gekocht.)

Montag, 12. August 2019

190812 Feinschliff

Für den vorletzten Feinschliff noch einmal bei IKEA gewesen. Wofür auch sonst T.s Urlaubstage nutzen. Es gab Bilderrahmen, Kissen, einen Spiegel für das Retro-Bad (Flohmarkt war ja nicht so erfolgreich), Ersatz für eine in der richtigen Verpackung falsch gelieferte Küchenblende und natürlich Kleinzeug. Und Gemüse-Köttbüllar für mich (tiefgefroren). 

Kurz zu Hause ein bisschen Sachen verarbeitet, dann ist uns nach einem kleinen Spaziergang. Der Regenradar verheißt nichts Gutes, dennoch schaffen wir es - trotz bedrohlicher Atmosphäre von allen Seiten - trocken zu bleiben. 


Zum Abendessen gibt es für mich Gemüse-Köttbüllar. T. mag sich dafür nicht so begeistern und schwenkt auf Nudeln um. 
 
Tage, die viel zu schnell und gleichzeitig quälend langsam rumgehen.

Sonntag, 11. August 2019

190811 Andere Seite

Keine gute Nacht, für keinen von uns, aber Köln will am Wochenende nun mal gesehen werden, und daher machten wir uns gegen 11 Uhr auf Richtung Hauptbahnhof. Dort überquerten wir die Hohenzollernbrücke, um heute einmal am anderen Rheinufer zu spazieren. Das war sehr schön, bei angenehmen Temperaturen. Wie viele Menschen da einfach flanieren, sitzen, joggen, rollern!

Irgendwann wechselten wir wieder auf die andere Rheinseite, liefen noch etwas durch die Südstadt und stiegen dann wieder in die U-Bahn. Am HBF hatten wir noch 15 Minuten Zeit, bis unsere S-Bahn kam, und diese reichen für T. für einen BicMac sowie einen McChicken. Das neue Bestellsystem per Monitor ist denkbar ungünstig für einen Bahnhof: Im schlechtesten Fall hat man bezahlt und wartet auf seine Bestellung, und muss zum Zug rennen, ehe diese fertig ist. Aber bei uns passte das, auch weil T. ungefähr 200 mal so schnell isst wie ich.  

Wieder zu Hause schlief ich hörte ich eine Weile Podcast, dann beschäftigten wir und noch mal mit einem leidigen Thema: Der Spülmaschine: Die war nämlich bei den ersten beiden Durchläufen nicht dicht beim Abpumpen, aber jetzt haben wir es. 

Zwischendurch versuchen wir Musik zu hören und haben die Idee, uns über die Spotify "Charts" mal inspirieren zu lassen, was es Neues gibt. Äh nein. Wir landeten sehr schnell wieder bei einer unserer eigenen tausend mal gehörten Listen.

Eine Runde Carcassone später ist es schon fast Zeit für´s Abendessen: Kartoffel-Möhren-Eintopf.



 

Samstag, 10. August 2019

190810 Flora und Vergangenheit

Wie geplant machten wir uns heute nach dem Frühstück auf den Weg Richtung Flora. S-Bahn und dann drei Stationen Straßenbahn - weninger als eine halbe Stunde, um in einer echt entfernten Ecke von Köln zu landen. Schon jetzt eine Reise in die Vergangenheit, denn wir hatten die Wahl, entweder am Zoo auszusteigen, was die Haltestelle ist, die ganz nah an der ehemaligen Wohnung meiner Großeltern liegt, oder am Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße, in dem ich als Zweijährige an den Nieren operiert wurde und in dem ich nach der Herz-OP in Oeynhausen mindestens jährlich zum Check-Up war. Falls Sie einmal Bedarf haben: Ich kenne den besten Kinderkardiologen der Welt sehr gut - mittlerweile in eigener Praxis.

Wir entschieden uns für die Linie, die zum Zoo fährt, und stiegen dort mit vielen, vielen Familien und Kinderwagen aus. Hinterm Zoo wurde es ruhiger, und als wir die Flora erreicht hatten, konnten wir richtig durchatmen. So eine Oase! Dieser Ort ist vermutlich der einzige, den ICH kenne in Köln, T. aber nicht, und ich zeigte ihm alle Stellen, an denen ich immer mit Oma gesessen, Frösche und Eichhörnchen beobachtet habe*.  





Am hinteren Ausgang verlassen wir die Flora kurz, und ich zeige T. die ehemalige Wohnung meiner Großeltern. Die Lage ist noch besser, als ich sie in Erinnerung hatte, und wir staunen über  die ein oder andere Villa. Meine Großeltern haben nur zur Miete gewohnt, ich glaube die Bundesbahn, bei der mein Opa arbeitete, hatte ein eigenes Kontingent an Wohnungen, aber ich kann mir vorstellen, dass selbst die Mieten hier heute absolut nicht zu bezahlen sind. Ich schicke meinem Onkel ein Foto von mir vor dem Wohnhaus, damit er es Oma zeigen kann, falls er gerade bei ihr ist.

Der Rückweg führt uns wieder durch die Flora. Wir stellen fest, dass einige Kastanien schon jetzt, Anfang August, braune Blätter tragen. Selbst hier, wo für Bewässerung gesorgt ist, hat diese nicht gereicht.

Den Rest des Tages verbringen wir werkelnd und lesend auf dem Balkon.

*Psst, wir haben die Eichhörnchen damals auch gefüttert, Oma hatte immer ein Tütchen Nüsschen dabei. Darf man heute nicht mehr laut den Schildern. Und ich fürchte, damals auch schon nicht. 

Freitag, 9. August 2019

190809 Schlechte Laune

Mit schlechter Laune wegen Bewegungsmangel bei Regenwetter und Bauchweh von der Couch gesendet.

Donnerstag, 8. August 2019

190808 Dies und das

Es ist mir unbegreiflich, aber in diesem kleinen Vorort von Köln hat die Post bessere Öffnungszeiten als mitten in Aachen. Nämlich von 7 Uhr bis 19 Uhr! In Aachen hatten wir als Teil der arbeitenden Gesellschaft wirklich Probleme, innerhalb einer Woche dorthin gelieferte Päckchen abzuholen. Meistens lief es dann auf den Samstag hinaus - da hat man ja sonst nichts zu tun. 
Bei der Post jedenfalls fiel mir heute eine Postkarte auf, bei der ich sofort an meine Oma denken musste ("Eeeeviken, den Sonnenuntergang von der Hohenzollernbrücke - DEN müsst ihr euch ansehen"), und kaufte sie. Zusammen mit einer Briefmarke. Ich staunte: Eine Postkarte innerhalb Deutschland zu versenden kostet mittlerweile 60 Cent. 


Am Wochenende planen wir, in der Flora spazieren zu gehen. So wie ich es als kleines Mädchen so so so oft mit meiner Oma getan habe. Wenn ich mir heute ansehe, wie unglaublich genial ihre Wohnung damals gelegen war, nämlich genau in der Lücke zwischen Flora und Zoo, will ich gar nicht wissen, was diese  Wohnlage heutzutage kostet....

Mittags einen Arzttermin mit grenzwertiger Wartezeit, sodass meine Handtaschen-Keks-Reserve zur Anwendung kam. 

Als ich endlich zu Hause war, freute ich mich darauf, ein wenig auf der Couch zu lesen. Kaum saß ich da aber, hörte ich von oben einen furchtbaren Knall mit eindeutigem Scherben-Geräusch. Über uns wohnt die Tochter des Vermieters mit Säugling, und innerhalb von ein paar Sekunden stand ich oben vor der Wohnung, um zu fragen, ob alles ok ist. Sichtlich geschockt erzählte sie mir, dass der Badezimmerspiegel, der wie bei uns die gesamte Wand einnimmt und in diese integriert ist, heruntergekommen ist. Ja, genau so hat sich das auch angehört. Da wir den gleichen Spiegel von denselben Monteuren installiert haben, bin ich gespannt, ob der Vermieter da noch mal nachbessern lässt ...

 




 

Mittwoch, 7. August 2019

190807 Zweifel

Wie sich das mit der Therapie entwickelt, weiß ich noch nicht. Ich kenne bisher ausschließlich Verhaltenstherape, und die hat mir bei konkret diagnostizierbaren Problematiken wirklich enorm weitergeholfen. Als sehr rational veranlagtem Menschen kann ich viel damit anfangen, wenn mir jemand erklärt   
"Du tust im Moment Handlung A, denn dein Gehirn arbeitet so und so. Besser wäre es mit Methode Y dem Gehirn beizubringen, dass Verhalten B viel besser wäre."  
  
Ja, dass das Gehirn überhaupt auf die Idee gekommen ist, Handlung A zu tun, während alle anderen Menschen B tun, hat Ursachen. Zu einem gewissen Maße finden die sich in der Kindheit, in Erlebtem, in Erziehung und Traumata. Dennoch bin ich der Meinung: Alles aufarbeiten kann man nicht. Selbst wenn man wollte, würde dafür die Zeit fehlen, zu einem großen Teil auch die Menschen, die dazugehören würden und: die Kraft. 
Den Ansatz "Deal with it" aus der Verhaltenstherapie finde ich daher deutlich charmanter. Und auch zu mir passender: Denn da habe ich die Kontrolle und kann durch mein Handeln meine Situation verbessern.

Deutlich schwieriger finde ich es, alles als mit allem zusammenhängend zu betrachten und davon auszugehen, dass erst das Gesamtsystem in Balance gebracht werden muss, ehe einzelne Aspekte behandelt werden können. Das klingt nicht nach schnellen Erfolgserlebnissen sondern nach langwieriger Talfahrt in noch tiefere Täler.

Wir werden sehen, inwiefern sich Verhaltenstherapie und systemische Therapie hier wirklich ergänzen können.

Dienstag, 6. August 2019

190806 Zu früh gefreut

Die Arbeitsplatte kommt. So lang ersehnt und gut eingeplant: T. hat Urlaub genommen und einen Freund als Helfer engagiert. Es läuft wie am Schnürchen: Die Arbeitsplatte kommt im vereinbarten Zeitraum, hat sogar die richtige Farbe und besteht wie bestellt aus zwei Teilen. Kurz darauf kommt unser Helferfreund und es geht los. Wir diskutieren kurz über die Vorgehensweise zur Abstimmung der richtigen Position der Löcher für die Spüle und den Herd. Dann geht es ans Anzeichnen und - bei der einen Platte fehlen 3 (!!) cm Länge. Wir überlegen hin und her, was da schief gelaufen ist. Dann finde ich die Unterlagen der Bestellung und wir stellen fest, dass sich der Aufmaßservice von I*KEA schon um 1cm vermessen hat. Damit sind wir schon einmal aus dem Schneider, denn die Verantwortung liegt damit bei I*KEA und nicht bei uns - dafür bestellt man diesen Service ja. Erstaunlich, dass mit einem Lasermess-Dings so etwas passiert, während unser Zollstock  misst, dass 189cm nicht reichen können, wenn die Schränke 189,8cm lang sind... Die zwei weiteren fehlenden Zentimeter lassen sich wohl darüber erklären, dass die Dame den Überstand, den die Platte gegenüber den Schubladen haben soll, an dieser Stelle einfach vergessen hat. Dafür - das stellen wir erst später fest - sind diese beiden Zentimeter bei der aneren Platte zuviel, was dazu führt, dass der Kühlschrank nicht mehr aufgeht. Es ist also an so vielen Ecken trotz mehrfach betontem 4-Augen-Prinzip schief gelaufen, dass ich mich frage, wie viele korrekte Küchen die ausliefern. 

Nach Konsultation des Kundenservice nutzen wir jetzt aber die eine Platte provisorisch und - tadaaaa- haben jetzt Spüle und Spülmaschine. Ein kleiner Segen schon einmal. Die türkise Schutzfolie der Küche lassen wir aber so lange noch dran - wie oft ich jetzt schon erklären musste, dass wir KEINE türkise Küche haben ...

So weit dazu also. Der gleiche Spaß in 4 bis 6 Wochen also noch einnal.

Montag, 5. August 2019

190805 WMDEDGT 8/2019

Fast vergessen, aber heute ist der 5. und damit WMDEDGT. Frau Brüllen hat heute, am ersten Tag nach dem Urlaub, ordentlich was geschafft, während viele andere im Bloggershausen noch Urlaub haben.

06:30
So auch ich, T. aber nicht. Der steht gegen 6:30 Uhr auf, während ich noch ein paar Minuten im Bett liegen bleibe. 

08:00 
Nach der Dusche esse ich mein Frühstück und gucke dabei Kölner Treff vom Wochenende. Da sich für heute meine Cousine aus Heidelberg angekündigt hat, gehe ich schnell einkaufen. Das Abendessen möchte ich so weit vorbereiten, dass wir unsere wertvolle und seltene gemeinsame Zeit nicht groß mit Kochen verbringen müssen. 

09:30
Die Tomatensauce ist angesetzt und kann jetzt eine Weile vor sich hin schmoren. Gestern habe ich seit Jahren mal endlich wieder Klavier gespielt - wie immer ist es Schumanns "Kinderszenen", das mich nach langer Zeit plötzlich wieder motiviert. Daher setze ich mich noch mal ans Klavier und kann es nach ein paar Durchgängen halbwegs flüssig. 

13:00 
Meine Cousine reist mit der Bahn an - was erwarten wir da? Genau, Verspätung. Unserer gemeinsamen Zeit werden 30 Minuten abgezwackt. Dennoch freuen wir uns total, als wir uns endlich am Bahnsteig umarmen. Es gibt niemanden, mit dem ich verwandt bin und mit dem ich so gut sprechen kann - trotz 12 Jahren Altersunterschied. Sie befindet sich gewiss in einer völlig anderen Lebenssituation, aber kann sich in mich hineinversetzen - und andersrum nimmt sie auch das, was ich sage oder auch mal rate, sehr ernst. 

16:00 
Plötzlich sind drei Stunden vergangen, wir wollten doch noch spazieren gehen vor dem Abendessen. Wir bewundern gemeinsam die Aussicht auf den Dom und ansonsten reden, reden und reden wir. Interessanterweise haben wir den gleichen Schritt drauf. Für gewöhnlich werde ich beim Spazieren ja immer für mein ungemütliches Rennen kritisiert. 

17:00 
Wieder zu Hause bereite ich das Essen vor, während meine Cousine kurz zu Hause anruft um zu checken, ob die Kinder von der Ferienfreizeit gut zu Hause angekommen sind. Dieser Familienzweig ist unverhältnismäßig Kunst-begeistert (Tante und Onkel klärten uns vor ein paar Jahren einmal über die Kunst im Aachener Dom auf, das war ein wenig peinlich), sodass sogar die Kinder in einer Kunst-Ferienfreizeit sind. Aber wie das so ist: Auch die nach außen hin perfekte Familie trägt ihre Päckchen und ich ahne, dass dieser doch bitte aufrecht zu erhaltende Unterschied zwischen Schein und Sein meiner Cousine mehr zu schaffen macht als die Probleme selber. 

18:30
Penne alla Siciliana. So wie im Lieblingsrestaurant meines Papas in Wuppertal (Falls jemand von Ihnen mal so unglücklich ist, in Wuppertal zu landen: Taormina! Meine Schwester und ich waren mit meinen Eltern als kleine Kinder sehr oft da. Heute werden wir, wenn wir alle ein, zwei Jahre dort einkehren, noch immer erkannt, obwohl längst der Figlio, der so als ist wie wir, übernommen hat).  Meine Cousine mochte meinen Vater sehr, und hat jedes Mal Tränen in den Augen, wenn wir über ihn sprechen. Daher heute Penne alla Siciliana. Da wir noch immer keinen Herd haben, nach wie vor unter erschwerten Bedingungen. Aber es ist sehr lecker und das Essen auf dem Balkon fühlt sich an wie Urlaub.




19:55
Glücklicherweise habe ich mir einen Wecker gestellt, wann ich meine Cousine zur S-Bahn bringen muss. Das hätten wir sonst wirklich verquatscht. 

20:30
Wieder alleine bricht der "Gesellschafts-Jetlag" inklusive aller Sorgen über mich hinein. Beim Spülen im Badezimmer heule ich leise vor mich hin.

Sonntag, 4. August 2019

190804 Becherkuchen und Besuch

Nach dem Frühstück auf dem Balkon, bei dem schlechte Stimmung herrschte, drehten wir eine Spazierrunde, die uns beiden ein wenig gut tat.

So konnten wir halbwegs gemeinsam und einträchtig den Becherkuchen nach Frische Brise backen. Die Aufgabenteilung sah so aus, dass ich den Teig bereitete, während T. mühsam die Pfirsiche ihrer Haut entledigte (vorher mit kochendem Wasser überbrüht. Ging ganz gut!). Mit einer Hälfte Kirschen und einer Hälfte Pfirsich sollte für jeden etwas dabei sein. 

Dann erhielten wir die Nachricht, dass der Besuch nicht um 14, sondern um 16 Uhr eintreffen würde und nicht zu zweit sondern zu dritt - T.s Mutter, würde sich auch noch anschließen. Grundsätzlich ok, aber jetzt fiel ich zwischen 13 und 16 Uhr in ein Hungerloch und naschte schon so viel Kuchen, dass ich bei Eintreffen des Besuchs gar nicht mehr so großen Appetit auf ihn hatte. Schade. Der Kuchen ist angesichts seiner Einfachheit und Leckerheit aber definitiv zu empfehlen - wir haben dazu Sahne mit Vanille-Zucker versüßt gereicht, wa gut zu den doch recht sauren Pfirsichen passte. Zum Glück ist für den morgigen Besuch auch noch genug Kuchen vorhanden.
 


Um 19 Uhr waren wir wieder alleine und bereiteten ein schnelles Abendessen (Kartoffel-Möhren-Umeinander). Im Anschluss verbrachten wir 30 Minuten mit Spülen allen Geschirrs  - bin ich froh, wenn Dienstag die Arbeitsplatte kommt und hoffentlich endlich die Spülmaschine angeschlossen werden kann.


 

Samstag, 3. August 2019

190803 Rauschen

So viele Gefühle, dass nur ein Rauschen ankommt. T. sendet auch nur Rauschen. Immerhin lässt mich das gleichmäßige Wobbeln gut schlafen.

Ablenkung verschafft tagsüber wie immer nur das schrittweise Bewegen der Beine. Heute quer durch Köln. Am Rhein entlang, durch die Altstadt, die Einkaufsstraßen und das Belgische Viertel.

Freitag, 2. August 2019

190802 Nüscht

Nüscht passiert außer Spazieren, Einkaufen, viel Lesen, Blutabnahme. Zwischendurch darüber gefreut, was für nette Menschen in meinem Twitter sind.

Donnerstag, 1. August 2019

190801 Pizza-Fail

Wie so normale Leute wollten wir uns heute Abend nebenan Pizza holen. Den Laden hatte T. beim Aufbau der Küche bereits mit den Jungs getestet - gute italienische Pizza.
Fail 1: Betriebsferien

Für´s Selberkochen war es zu spät und der Kühlschrank zu leer, also suchten wir über Lieferando einen alternativen Pizzalieferdienst. In 10 Jahren Beziehung haben T. und ich niemals zusammen Pizza bestellt. Aber kann man ja mal machen, dachten wir. Mittlerweile war es 18:30 Uhr und wir hatten beide großen Hunger. Die Lieferzeit war mit 35 Minuten angegeben. Naja, aber da müssen wir jetzt durch, dachten wir.
Fail 2: Wir warteten 75 Minuten 

Die Pizza war ganz ok. Nicht mehr heiß, nicht knusprig, aber ganz lecker. 
Fail 3: T. hing 30 Minuten nach Verzehr über der Schüssel

Den Tag heute kann uns aber selbst ein dreifacher Fail nicht verhageln. Die nächste Nacht schlafe ich wieder  - T. hoffentlich auch trotz Bauchweh.


 

Mittwoch, 31. Juli 2019

190731 Nerven

Nach dem Frühstück neue Spazierstrecke ausprobiert, um die Nerven in den Griff zu kriegen. Kurze Zeit dem Treiben auf einem Golfplatz zugesehen. Merkwürdiger Sport, gerade mit so einem Golfmobil. Ohne das könnte man es ja als Spazierengehen mit Abwechslung sehen, was mir noch am ehesten eine Erklärung zu sein scheint. Ich würde da nur nicht viel Geld für ausgeben wollen, aber so ist das mit den Hobbies.

Nachmittags probatorische Sitzung bei einer Therapeutin - irgendwie gerate ich immer an die ganz jungen, das war mein erster Gedanke. Im Verlauf der Stunde aber empfand ich großen Respekt dafür, dass sie innerhalb von 50 Minuten meine aktuelle Situation recht gut abstecken konnte. Wenn man mit zehn Kilo Untergewicht und Zwangsverhalten daher kommt, ist das ja das eine - da ist die Situation offensichtlich und in der Therapie regelt man erst mal das Naheliegende. Nun aber sitze ich da scheinbar sehr aufgeräumt und reflektiert und sie brachte das Gespräch trotzdem in die richtige Richtung. Mal sehen. 

Dienstag, 30. Juli 2019

190730 Merkwürdigkeiten

Tag der Merkwürdigkeiten - nett ausgedrückt.

Begonnen hat das mit einem Arzttermin, bei dem ich mir eine mittlerweile dritte Meinung einholte. Zwei mal im Quartal zur selben Fachrichtung überwiesen zu werden, ist übrigens gar kein Problem und liegt im Ermessen des überweisenden Arztes - mir hatte da mal jemand was anderes erzählt. Der Drittmeinungs-Arzt war jedenfalls umfangreicher informiert und hat die Zusammenhänge herausgearbeitet, auf deren Basis er zu einer Therapieempfehlung kommt. Im Gegensatz zum Zweitmeinungsarzt, der lapidar meinte "Ist halt so - müssen Sie jetzt entscheiden!". Entschieden habe ich jetzt - dem Drittmeinungsarzt wird vertraut, denn neben seiner Kompetenz spricht auch dafür, dass die Studienlage eher ihn stützt als den Zweitmeinungsarzt. Villeicht sind zwei Meinungen bei drei Ärzten aber auch gar nicht merkwürdig, sondern sogar gut?

Immerhin bescherte mir der Arztbesuch noch einen schönen Rundgang durch die Kölner Innenstadt und am Rhein entlang. 

Weitere  Merkwürdigkeiten meiner Mutter. Ich müsste ja alles gewöhnt sein, aber dass sie ausgerechnet mir, die ich mit ihr schon heftige Diskussionen über ihren Rassismus hatte, ein Video schickt, nach dem ich mir die Ohren gerne mit Seife ausgewaschen hätte, ...I don´t know. Die einzige Erklärung, die mir einfällt, ist die, dass sie so was so unreflektiert glotzt und - noch schlimmer - verbreitet, dass ihr nicht mal auffällt, dass das reinster Rechtspopolismus ist. Auf meine Frage, ob das ein Kanal ist, den sie öfter guckt, kam keien Antwort.

Wieder zu Hause zog ich kurze Hose und Turnschuhe an, um mit "Lage der Nation" auf den Ohren, eine Runde zu spazieren. Als ich gerade hinter einem am Feldrand abgestellten Hänger war, begann dieser rückwärts zu rollen - auf mich zu. Um das zu checken, brauchte es eine halbe Sekunde. Ich sprang beiseite und brachte mich in Sicherheit. Dass das Ding führerlos war, sah ich erst dann. Ich schrie ein paar mal um Hilfe, aber weit und breit kein Mensch. Glücklicherweise verdrehten sich nach ca 20 Metern die Vorderräder, sodass er sich im Graben festfuhr. Was für ein Glück. Wäre er 100 Meter weiter gerollt, dann auf eine vielbefahrene Kreuzung. Mit klopfendem Herzen suchte ich das einzige Haus dieser Straße auf und fragte die junge Frau, die mir mit Baby öffnete, ob sie zu den Feldern gehörten. Sie bejahte, woraufhin ich ihr erklärte, was passiert war. Sie konnte dann aber auch nur tausendmal "oooh, oooh, mein Gott" rufen. War passiert. Ich hoffe aber, dass sie mit dem verantwortlichen Angestellten, der die Bremse vergessen hatte, ordentlich Hühnchen rupft. 



Montag, 29. Juli 2019

190729 Kulturschock

Einen dm gibt es leider nicht im Ort und auch nicht in der kleinen Stadt, da ist nur ein Rossmann, was keine Alternative darstellt: Bei meinen Fisselhaaren brauche ich leider genau das eine Shampoo von dm, das meine Haare einigermaßen ok macht, für alle anderen Produkte wäre es mir eigentlich egal.

Also suchte ich heute Morgen heraus, dass der nächste dm sich in Köln Weiden im großen Einkaufscenter befindet. Nach dem Frühstück setzte ich mich mein Rad und fuhr die knapp 5km auf schönsten Feldwegen bei angenehmen 20 Grad nach Weiden. Ich konnte kaum glauben, als mein Navi mich bald anwies, links abzubiegen und dass es nur noch wenige hundert Meter bis zum Einkaufscenter seien. Aber so war es: Gerade noch mitten im Feld gestanden, an Mähdreschern vorbeigewuselt, Jogger überholt und Spaziergänger gegrüßt, stand da plötzlich ein Einkaufscenter vor mir. Totaler Kulturschock. Plötzlich war es sehr laut, viele Menschen und Autos. Schnell stellte ich mein Fahrrad ab und wollte eigentlich nur schnell den dm finden, und danach wieder gemütlich Rad fahren. Da mir aber kein Übersichtsplan in den Weg kam, lief ich dann doch das komplette Center ab und stieß natürlich erst im letzten Flügel auf dm. Wie austauschbar diese Center sind... immer die gleichen Ketten, gefühlt das gleiche Publikum, in der Mitte eine Eisdieele und unten die Fressmeile. Aber für 15 Minuten Radeln auf einem echt schönen Weg, will ich nicht mecker. Im Zweifel finde ich hier alles, was ich brauche, ohne bis in die Kölner Innenstadt zu müssen. 



Ich war dann froh, wieder auf dem Rad zu sitzen, und noch einmal die schöne Strecke zu fahren. Zu Hause pflegte ich ein wenig den Balkon und machte es mir dann bei angenehmen Temperaturen auf diesem mit einem Buch und einem Stück Kuchen bequem.



 

Sonntag, 28. Juli 2019

190728 Besuch

Erster offizieller Besuch in der neuen Wohnung - von T.s Bruder und seiner Freundin. Dafür backten wir nach dem Frühstück einen Russischen Zupfkuchen - mal wieder eine Käsekuchen-Variation für T.s Bruder, bald habe ich alle durch. Feststellen mussten wir, dass Backen ohne Spülmaschine nervig ist - den Silikonpinsel zum Einfetten der Kuchenform hätte ich besser nicht verwenden sollen. 

Lecker war der Kuchen dann aber, wenn mir auch die Füllung etwas zu süß war. Wird gemerkt für´s nächste Mal.

Als der Besuch weg ist, geht´s wieder ans Spülen. Vier Teller, vier Tassen, vier Gabeln, vier Löffel, vier Gläser! Ich fühle mich ein bisschen wie im Camping-Urlaub. 

Als Abendbrot gibt´s nur noch Toast mit Spiegelei, bzw. TK-Pizza für T.

 

Samstag, 27. Juli 2019

190727 Geschäftig

Eine richtig schlechte Nacht gehabt, mit Alpträumen, ständigen Toilettengängen und Panik. Viel zu früh sitzen wir am (Balkon-)Frühstückstisch und lösen das ZEIT-Sommerrätsel. Gewinn wäre diesmal: Zwei Übernachtungen in Bad Aibling in genau dem Hotel, in dem ich beruflich schon mehrfach übernachtet habe, da dort der zweite Standort meines ersten Jobs war. Ich erinnere mich an ein fabelhaftes Frühstück, bei dem man sich Eier in jedweder Variante hätte zubereiten lassen können. Ich verzichtete aber natürlich und hielt mich an meinem Cappuccino fest, während meine Kollegen immer zuschlugen. Wäre jetzt anders.

Nach dem Frühstück spazieren wir eine Runde durch den Königsdorfer Forst (den man übrigens leicht mit dem Königsforst verwechseln kann, wie meine Schwiegermutter schon bewiesen hat). Ein richtig schöner, dichter Laubwald. Hier kann man es aushalten. Es kommen uns nur wenige Menschen entgegen, nur auf den letzten hundert Metern begegnen wir einer Hundeschule. Ein nettes Bild, denn die Trainerin nutzt uns zu einer Übung: Alle Hunde, sicher 30 an der Zahl, müssen Sitz machen und reihen sich so entlang des Weges auf, während wir die Reihen abspazieren. Alle Hunde gehorchen einigermaßen. Doch das ist vorbei, als noch ein "fremder" Hund entgegen kommt. Chaos bricht aus.

Auf dem Heimweg muss T. sich unbedingt noch das Kicker Jahresheft holen. Seit 10 Jahren beobachte ich das nun Jahr für Jahr und finde es immer wieder irgendwie ans Herz gehend, wie sehr er sich freut, wenn er das gute Stück in der Hand hält.

Wir essen ein paar Brötchen, ehe wir uns wieder an die Arbeit begeben: Wir bauen heute eine Garderobe. Die Schränke sind ältere Wandschränke, die keinen Platz mehr gefunden haben. Das übrige Material hatten wir im Baumarkt gekauft, bzw. die Haken auf dem Flohmarkt. Mit dem Ergebnis sind wir ganz zufrieden - auch wenn das Alles länger gedauert hat als gedacht, vornehmlich wegen der rechtwinkligen Ausrichtung zueinander. Materialpreis ca. 25 Euro, Haken für die obere Reihe fehlen noch. Da sollen später Helme, Schlüssel, etc. hängen. 



T. hat heute erstmals Kegeln ohne weite Anreise. Die Jungs kegeln ja jedes Veedel ab und sind damit schon ein paar Jährchen beschäftigt. Für mich gibt´s derweil Pasta mit Knoblauch, Möhren und Broccoli und Parmesan. 

Tag gut rum gekriegt, trotzdem zu viel Zeit zum Denken.




Freitag, 26. Juli 2019

190726 Abgeschottet

T. steht um 6.30 Uhr auf. Was für ein Luxus. Zu Pendelzeiten war er da schon fast auf dem Sprung zum Bahnhof. Nun stellt er sich nicht mal mehr einen Wecker, selbst wenn er um 8 Uhr einen Termin hat. "Ach, bis halb acht wache ich ja auf jeden Fall auf und dann schaffe ich das immer noch".

Ich stehe mit auf, um nach einer schnellen Dusche sofort eine große Runde zu spazieren. Denn auch wenn ich mit meinen Sinnen meine, keinen Unterschied zwischen 30 und 39 Grad festzustellen: Mein Körper merkt ihn, sodass ich heute wohl keine Chance habe, zu späterer Runde zu spazieren oder gar Rad zu fahren. Es ist ziemlich schön und voller Mitleid bemerke ich, dass offenbar ausgerechnet gestern ein paar arme Bauern das Heu einholen mussten.




Nach dem Frühstück ist Einkaufen angesagt. Das ist an einem Freitagmorgen natürlich fahrlässig. Aber bis auf einen mittelalten Opa, der sich an der Kasse, die weit in einen Gang hininragt, einfach bei der Hälfte der Länge, d.h. genau vor MIR, hinstellt, geht es sogar. Ich sage nur sehr freundlich "Ja, Sie dürfen gerne vor". Das habe ich mir angewöhnt, viel besser als zu motzen, weil ich bemerkt habe, dass man sich damit beschämte Blicke holt.

Wieder zu Hause bin ich immer noch unzufrieden mit der Aufteilung der Lebensmittel in den Schubladen, mir fällt aber auch nichts besseres ein. Eventuell müssen wir das Feld noch mal ganz neu aufrollen und neu denken.

Wenn irgendwann am 6. August endlich die Arbeitsplatte da ist, wird die ultrabreite niedrige Fensterbank nicht mehr als Küche missbraucht werden. Dann hätte ich hier gerne eine richtig gemütliche Leseecke. Leider haben meine bisherigen Recherchen noch keine tollen Ideen zutage gebracht... Kissen, längere Polster, welche Farbe, Muster, ...? Mir fehlt noch die Vorstellungskraft, damit hatte ich nicht gerechnet. Auch wenn es auf dem Foto nicht so aussieht: Die Fensterbank ist echt sehr breit: 65cm.

Ideen gerne her!


Sonst: Viel Podcast, Lesen, Internetten, zwischendurch eine Stunde auf dem Balkon mit kalter Cola ohne Zucker und ohne Koffein. Oder wie ein Freund sagte: Wasser mit Farbstoff.

Donnerstag, 25. Juli 2019

190725 Kaffeepause

Eine wahre Kaffeepause mit meiner Freundin. Eine Stunde Pause von Gedanken, Grübeln und Sorgen. Danach ging´s weiter.

Mittwoch, 24. Juli 2019

190724 Zweite Meinung

Wenn man eine zweite Meinung einholt, muss man damit rechnen, am Ende noch weniger zu wissen als vorher. Zwei konträre Meinungen mit fundierten Argumenten, und ich muss jetzt entscheiden. Prima.

Dienstag, 23. Juli 2019

190723 Wenig los

Da ich mich zur Zeit auf fakten-basiertes Bloggen beschränken möchte, wird das langsam eng mit den Inhalten. Wenig los hier heute. 

Viel los war dagegen im Straßenverkehrsamt, wo ich um 7.15 Uhr, d.h. eine Viertelstunde vor Öffnung die Nr. 21 zog und damit bis 8.30 Uhr warten musste. Dass man Autos innerhalb Deutschlands heutzutage noch ummelden muss, ist mir ein Rätsel. Die einzige Erklärung, die mir einfallen will, ist, dass die Vernetzung so schlecht sein muss, dass man sich nicht zutraut, das Kennzeichen alleine als hinreichendes Merkmal im Falle der Fälle zu betrachten. Bitter! Aber wenn man bedenkt, dass Straftaten, die in verschiedenen Bundesländern begangen werden, auch gerne mal nicht zu einem gemeinsamen Bild zusammengefügt werden, vielleicht doch kein so großes Wunder.

Nach dem Amtsbesuch Frühstück und Spaziergang. Dann wurde es so heiß, dass selbst der schattige Balkon nicht wirklich angenehm war, sodass ich noch ein paar Kleinigkeiten in der Wohnung erledigte, z.B. Schmuck auf den Schmuckhalter drapieren, Lebensmittel umsortieren, etc.

Eine kurze Runde Yoga gegen akutes Unwohlsein auf dem Balkon. Sehr, sehr warm. Aber auch schön. Zwar können zur Zeit noch die Nachbarn auf unseren Balkon gucken, aber damit müssen DIE vorerst leben.

Zum Abendessen benutzen wir die von einer Freundin von T.s Mutter geliehene Kochplatte für Pasta mit Knoblauch, Rucola, Olivenöl und 36 Monate gereiften Parmesan. Diesen hatten wir noch am Samstag bei Ghorban gekauft.



Montag, 22. Juli 2019

190722 Kalte Küche

Ohne Arbeitsplatte / Herd kommt man auf absurde Ideen. Heute war diese Idee: Sandwiches aus dem Sandwichtoaster. Das letzte Mal benutzt in der WG meines Mannes, vor zehn Jahren also. Die Jungs hatten damals nicht so viel Enthusiasmus für die Reinigung aufgebracht, also stand erst einmal das an heute Abend. Dann aber mit Hummus, Frischkäse, Käse, Ei, Rucola und Tomaten gefüllt und tatsächlich war es lecker. Der typische Sandwichtoaster-Geschmack stellte sich zum Glück nicht ein.




Spaziergangs-technisch lief ich heute vor dem Frühstück die nun schon etablierte Runde. Erstmals wurde mir warm dabei. Die letzten Tage war es noch ziemlich frisch gewesen. Auf der Mitte dieses Weges drehe ich mich jedes Mal um, suche den Dom und denke an meine Oma. So schnell entstehen Routinen. Oma beneidet mich mit ihren 91 Jahren ziemlich darum, jetzt quasi in "ihrem" Köln zu wohnen. Als ich ihr von unserem geplanten Umzug berichtete, kriegte sie sich beinahe nicht mehr ein. So viele Spaziergänge habe ich als kleines Mädchen mit ihr durch die Flora gemacht. Dabei Eichhörnchen gefüttert oder ein elektrisches Spielzeugauto vor mir hergesteuert.




Nachmittags musste ich zur Apotheke und verband das noch einmal mit einem Spaziergang in die andere Richtung. Dabei verlief ich mich ein wenig - trotz Google - und mir wurde bei 30 Grad ziemlich warm. Immerhin stieß ich auf Brombeeren. Die Mini-Apotheke hatte alles vorrätig - das ist mir auch noch nie passiert.




Sonntag, 21. Juli 2019

190721 Großstädter

Ein sehr großer Vorteil der neuen Wohnung: Alles befindet sich auf einer Ebene, und somit auch der Balkon. Die Umsetzungsschwelle für ein Frühstück auf dem Balkon ist damit deutlich niedriger als bislang. Um 9 Uhr saßen wir gemütlich in der Sonne, T. mit Brötchen, ich mit Porridge und lösten das Zeit-Rätsel (im Moment gibt es wieder was zu gewinnen, aber wir gehörten noch nie zu den Glücklichen, obwohl wir alle Lösungswörter, sei es Oster-, Sommer- oder Weihnachtspreisrätsel, immer knacken.)

Im Anschluss machen wir uns wie echte Großstädter mit ÖPNV auf den Weg nach Nippes zu einem Flohmarkt. Erfreulich wenige komische Menschen in den Bahnen. Wenn eine Handvoll "normal" wirkender Menschen im Abteil sitzt, macht es mir deutlich weniger aus, wenn eine Handvoll merkwürdiger Menschen ebenfalls anwesend ist. Vielleicht ist das angenehme Verhältnis von normal zu merkwürdig aber auch dem Sonntagvormittag geschuldet.

Auf dem Flohmarkt finden wir tatsächlich Haken für die Garderobe, die T. plant zu bauen. Auch einen Spiegel für´s Gäste-WC suchen wir. Unsere Wohnung befindet sich - frisch saniert - in einem alten Familienwohnhaus. Dementsprechend modern und schick ist alles. Einzig das Gäste-WC wurde bis auf den Boden im Ursprungszustand belassen. Der Vermieter bettelte, dass wir bloß gut Acht geben möchten auf den alten hölzernen Klorollenhalter in der Wand. Es handelt sich um ein Familien-Erbstück ;-). Nun, um das Bad etwas gemütlicher zu gestalten, suchten wir also auch noch einen möglichst alt wirkenden Spiegel. Leider ohne Erfolg heute. Aber wenn ich das richtig sehe, kann man in Köln jedes Wochenende x Flohmärkte besuchen. Da finden wir noch was.

Nach einem Kaffee geht es wieder nach Hause, wo wir beide noch hier und da rumwerkeln. Der Elektriker


hat noch ein Meisterstück geleistet und sämtliche Steckdosen im Esszimmer mit der Esszimmerlampe verdrahtet. Zwar nur der Nullleiter, sodass die Steckdosen auch funktionieren, wenn die Lampe aus ist (Luxus), aber T. ist sich relativ sicher, dass das nicht zur Best Practice gehört, sondern der Faulheit geschuldet ist. 

Später werfen wir den Grill an für ein paar Hähnchen. Dazu gibt es Aufbackbaguette und Salat. Ohne Spülmaschine ist selbst so ein Essen mühsam, aber die Arbeitsplatte kommt wohl am 6. August. Gar nicht mehr sooo lange.



Samstag, 20. Juli 2019

190720 Letzte Zelte abgebrochen

Mit der heutigen Wohnungsübergabe haben wir nun die letzten Zelte in Aachen abgebrochen. Fünf Jahre in einer Wohnung und keine Mängel produziert - das hätte ich zwischenzeitlich nicht vermutet. Auch der Verkauf der Küche an die Nachmieter verlief problemlos. Nur schade, dass die beiden schon gestern geheiratet haben und damit die Tradition der Wohnung gebrochen haben: Laut den Vermietern sind bislang alle Pärchen unverheiratet eingezogen und verheiratet wieder ausgezogen. Keine Trennung in der Wohnung in über zwanzig Jahren. Spricht auf jeden Fall für eine gute Menschenkenntnis der Vermieter bei der Auswahl. (Vielleicht auch für das Konzept Maisonette-Wohnung, bei dem man sich in Krisen-Stunden ganz gut aus dem Weg gehen kann!)

Zum Abschied gehen wir noch einmal in die Stadt. Wie oft wir den Weg schon gegangen sind. Vorbei beim Bäcker, unter dem Ponttor hindurch, die Pontstraße runter bis zum Markt. So viele schöne Erinnerungen, aber genau so viele schwere.

Heute geht es ausnahmsweise nicht zu Leni, sondern für ein Abendessen zu Ghorban, Gutscheine einlösen. 

Unterwegs müssen wir uns mehrmals unterstellen. So einen heftigen Regen haben wir selbst in Aachen lange nicht erlebt. Aber danke Aachen, dass du deinem Ruf noch einmal alle Ehre machst!



Wir essen uns an Antipasti satt - aber ohne die Gutscheine wäre ich angesichts der Preise wohl nicht ganz so zufrieden gewesen. Am Ende sind noch zehn Euro übrig, die wir in Antipasti und Parmesan investieren für morgen. Insgesamt gutes Essen, mittelguter Service und ein Publikum, unter dem wir uns nicht ganz so wohl fühlen. T. weiß auch nicht so recht, was er mit dem Rotweinglas zum alkoholfreien Bier anfangen soll.

 Um 20.30 Uhr wieder zu Hause und ziemlich platt.

Freitag, 19. Juli 2019

190719 Nachgebessert

Der Vermieter musste heute noch einmal einen Elektriker herzitieren. Zuvor berichtete er uns, was bis dato schon alles schief gelaufen war...nun...äh! Der hat sich nur so mittel mit Ruhm bekleckert, und da wusste unser Vermieter noch nicht einmal, dass der SAT-Anschluss nicht funktionierte und im Bad sämtliche Steckdosen so verschaltet waren, dass sie nur mit Licht an funktionieren. Etwas doof im Zeitalter der elektrischen Zahnbürsten, und so auch nicht vom Vermieter beauftragt. 
Heute durfte der Elektriker dann nachbessern. Es kam: Horst Krause. Optisch kaum auseinander zu halten. Und dann machte der ziemlich viele schlechte Witze und gab sich dumm-dreist. Keinerlei Reaktion dem Vermieter gegenüber, dass er hier ziemlichen Mist gebaut hat an allen Ecken.

Morgen noch einmal nach Aachen, um die Wohnung zu übergeben (und vorher zu putzen). Mal sehen, wie viele der Gutscheine, die wir für Aachener Geschäfte haben, wir im Anschluss schaffen loszuwerden. 
 
Ansonsten viel geatmet. Beim Spazieren um sechs Uhr, beim Putzen, beim Einkaufen, beim Deko-Kisten auspacken.

Und geträumt.


Donnerstag, 18. Juli 2019

190718 18 Worte

Viel unterwegs gewesen und zwischendurch, wie von der lieben D. empfohlen, versucht zu atmen. Aber ich habe Angst.

Mehr 18 Worte sammelt die Öcherin.


Mittwoch, 17. Juli 2019

190717 Krosen

Irgendwie keine Lust zu bloggen. Wir waren den ganzen Tag unterwegs, Baumarkt und IKEA, denn T. hat noch einmal Urlaub genommen heute. Insgesamt waren wir 4 Stunden bei IKEA, inklusive Bestellung der Arbeitsplatte und dann am Ende noch Mittagessen. Warmes Mittagessen. Ich. Bei IKEA. Seit 15 Uhr sind wir wieder zu Hause und krosen wieder rum. Krosen: Das Wort benutzte meine Kiga-Freundin heute, und da ist mir aufgefallen, dass ich es in Aachen nie gehört habe, es als Kind aber zu meinem üblichen Sprachgebrauch gehörte.Vielleicht ein sehr regionales Wort. Wir haben seit heute Internet, einen funktionierenden Backofen und die Waschmaschine läuft (beim Umzug war eine Schelle verloren gegangen). Drei Meilensteine in einem Tag. 

Jetzt nur noch Füße hoch. 





 

Dienstag, 16. Juli 2019

190716 Geshoppt


Wenn man gerade umgezogen ist und dann Prime Day ist, wirkt sich das nicht unbedingt positiv auf die Finanzen des Monats aus. Die lange geplante Investition in einen Sodastream tätigten wir als erstes. Das Angebot war wohl nicht das beste, das es je gab, aber doch besser als im Alltag. Und ich bin ja immer ein Fan davon, über Amazon zu kaufen, auf Grund der unkomplizierten Reklamationsvorgänge. Hinzu kamen dann im Lauf des Tages zwei Fahrradplanen, da unser Keller hier leider nur über eine sehr enge und noch dazu frisch gestrichene Treppe erreichbar ist, sodass wir planen, die Räder auf dem Balkon abzustellen, dann ein Handyhalter fürs Fahrrad für mich, damit ich mich in der ersten Zeit mit Google orientieren kann, ein neuer Fahrradständer für mich – längst überfällig, eine Schleifmaschine für T. – es gab da neulich einen Unfall, den T.s Auge zum Glück überlebte, unser Esstisch aber nur mit deutlichen Blessuren. 

Ja, ich glaube, das war es. Am meisten freue ich mich auf den Sodastream, endlich kein Plastik mehr, kein Gehampel mit dem Pfand UND ich habe nachgesehen: Das Leitungswasser hat hier deutlich mehr Calcium als das, was ich in Aachen in Flaschen gekauft habe. Ich versuche auf 1000mg Calcium pro Tag zu kommen. Aber das ist für mich quasi unmöglich, außer ich habe einen Nudel-Tag, an dem ich mir Berge von Parmesan und Rucola auf den Teller haue. Rechnen Sie ruhig mal nach:  Wenn man nicht gerade täglich mehrere Scheiben Emmentaler oder Mengen an Parmesan isst, möchte ich wetten, dass das kaum zu schaffen ist (wer nicht rechnen will, für den hätte ich da auch was in Excel vorbereitet…). In der Regel versuche ich also, mit nur einer Ergänzungstablette (600mg) auszukommen. Aber auch das ist manchmal knapp, fürchte ich. Bald also ein bisschen mehr Calcium über das Leitungswasser!

Sonst so: Internet geht noch immer nicht, trotz Techniker-Besuch. Es liege wohl am Straßenverteiler – da sei u.U. etwas falsch angeschlossen. Für mich klingt das wie: Machen Sie sich auf Wochen gefasst! Bravo. Kein Internet und keine Küche, wirklich schön für die freie Zeit … Damit es nicht zu langweilig wird, steht morgen endlich wieder ein IKEA-Besuch auf dem Plan.