Samstag, 23. Juni 2018

Heiraten - episodenweise erzählt

Gestern Abend ging mir auf, dass unsere Hochzeit nun schon zwei Wochen zurück liegt. Ich habe bisher nicht einmal ansatzweise versucht darüber zu schreiben, ich wüsste nicht wo ich anfangen oder aufhören sollte.
Sogar den Anruf bei meiner Oma tat ich erst 5 Tage nach dem großen Fest - ich wusste ich würde überfordert sein, ihr einen Abriss zu geben. Als ich dann anrief, war ich sehr froh, dass sie in der Zwischenzeit schon Fotos gesehen hatte und wir größtenteils über mein Kleid redeten ... Frauen, egal ob 30 oder 90 :)

Alle Gedanken zu diesem Tag kann ich unmöglich aufschreiben. Ich beschränke mich daher auf ein paar zusammenhanglose Fetzen....


Die Mütter
Für den Tag vor der Hochzeit hatten wir unsere Mütter gefragt, ob sie uns beim Aufbau in der Location helfen wollen würden. Eigentlich wollten wir damit vor allem erreichen, dass sich beide gleichermaßen involviert fühlen, sich nach langer Zeit noch mal wiedersehen und sich etwas akklimatisieren können (vor allem meine aus Asien angereiste Mutter). Das hat auch genau so geklappt. Nach Kaffee und Teilchen bei uns fuhren wir gut gelaunt los, T.s Bruder auch dabei- und merkten dann vor Ort, dass wir die Hilfe auch tatsächlich brauchten. Neben Candy-Bar aufbauen (T.s Mutter hatte drei Tage Cakepops und Cupcakes gebacken), das ich als größten Aufwand gesehen hatte, gab es doch noch einiges zu tun. Alleine schon die 200 Fotos, die wir zur Personalisierung der Location aufhängen wollten, oder das Verteilen der Platzkarten. 
Als T. und ich dann abends erschöpft zu Hause waren, erhielten wir per whatsapp vergnügte Fotos der Mütter - die beiden waren zusammen ausgegangen (mit T.s Bruder als Aufpasser). Da wusste ich, dass soviel nicht mehr schiefgehen könnte. 



Das Frühstück
Etwas besseres, als den Tag der Hochzeit mit einem Frühstück mit meinen Freundinnen zu starten, hätte mir nicht passieren können. Ich kam etwas zur Ruhe, weil ich wusste, wenn jetzt was schief geht, habe ich Unterstützung von drei Power-Frauen. Und die Ankunft auf dem Markt wurde dadurch auch aufgelockert. Als wir im Auto saßen, ich vorne, die Mädels zu dritt auf der Rückbank, waren die drei aufgeregter als ich, schwatzten und winkten Königinnen-haft den Passanten. Als sie dann - vor mir - T. auf dem Markt erblickten, zappelten sie noch mehr rum und ich konnte ganz entspannt meinen Schwiegervater anweisen, wie er am besten auf den Markt kurvt. 


  
Die Standesbeamtin 
war die, der wir auch bei der Anmeldung gegenübersaßen und genau die Person, die wir uns gewünscht hatten.  

Die Sonne
kam genau in dem Moment raus, als wir den Weißen Saal verließen. Und die ersten Bilder zu diesem Moment sah ich am nächsten Tag von Uschi - Danke 💕


Besser konnte es nicht laufen und so erlebte ich tatsächlich den Moment, den ich mir immer gewünscht hatte: Als Braut und Bräutigam beim Sektempfang inmitten von Freunden und Familie auf dem Aachener Markt zu stehen. Die Zeit raste dahin und genau wie unser erfahrener Trauzeuge (er hat letztes Jahr geheiratet) gesagt hatte, war im Nu eine Stunde vergangen.

Die Stadtführung
Ich bin immer noch ein bisschen stolz ob dieser Idee, den Gästen die halbe Stunde, die wir in der Altstadt Fotos machen wollten, mit einer Stadtführung zu versüßen. Von einer Abendtour mit dem Christoffel wusste ich, dass er genau der richtige dafür wäre - leider hatte er zunächst ausgerechnet an diesem Tag eine andere Führung. worüber ich sehr traurig war. Ich suchte und fand eine Alternative  - und dann meldete sich der Christoffel, die andere Führung habe abgesagt und er wolle unseren Tag gerne bereichern. Ich freute mich unglaublich und wir vereinbarten, dass er um 15:30 Uhr in Gewand einfach auftauchen sollte.
Genau so war es dann auch. Ich erklärte den Gästen den Plan und zu meiner Freude schloss sich ein Großteil der Führung an. Die Resonanz später war durchweg positiv und ich zufrieden.
Vielen lieben Dank, lieber Christoffel.



Der Fotograf
Unser Fotograf war vier Stunden länger da als gebucht, ließ sich trotzdem nicht davon abbringen, weiter Fotos zu machen und stattdessen mitzufeiern und hat uns genau die Momente auf (metaphorisches) Papier gebannt, an die wir uns auch in 60 Jahren noch gemeinsam erinnern wollen. Die Begegnung mit ihm war eine ganz besondere - von Anfang an mehr Freund als Dienstleister - auch weil wir eine komplizierte Familiengeschichte teilen. 


Die Freunde
Es gab so unendlich viele schöne Momente mit unseren Trauzeugen und anderen Freunden. Wir wurden den ganzen Tag so sehr gefeiert von ihnen, dass ich mit jedem einzelnen so viele Erinnerungen an diesen Tag habe. Als Paar gefeiert zu werden, ist noch einmal eine ganz besondere Erfahrung.... Dank der Unterstützung der Trauzeugen, die einfach sagenhaft waren, konnte ich den gesamten Tag in vollen Zügen genießen. Mehrere Leute sagten mir, sie hätten noch nie so eine entspannte Braut gesehen - und das mir!!
Ein ganz besonderes Geschenk machten unsere Trauzeugen uns mit ihrer Rede, an deren Ende ich ein T-Shirt-Falt-Brett geschenkt bekam  
- aber das ist eine andere Geschichte




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