Donnerstag, 21. Dezember 2017

Things that make you go "hmmmm" (6)

Für manche Situationen braucht man einfach längen, um diese zu erfassen: Morgens um 5.15 Uhr den Kellerraum betreten, und den eigenen Kellerverschlag anders als erwartet vorzufinden, gehört dazu. 
Ein Fahrrad lehnte an der Tür unseres Verschlags - um das Fahrrad als das des Liebsten zu erkennen, benötigte ich schon ein paar Sekunden. Ansätze für Szenarien, die dies möglicherweise beschreiben könnten, zogen mir sehr kurz durch den Kopf: Hat er vergessen, es in den Verschlag zu fahren? Hatte er den Verschlag-Schlüssel vergessen? Pure Absicht wegen Faulheit? Das kann doch nicht sein, und dann zog mein Hirn den Schluss: Einbruch. Der sich beim Blick auf den aufgebogenen Riegel (Schloss intakt) bestätigte. Kurzes Herzklopfen und Fahrräder zählen. Das ist nicht so schwer seit dem letzten Einbruch. Seins, Meins. Alle da. Das ist doch verrückt. Alle Helme da, sogar noch die Schoner, die der Liebste gar nicht mehr nutzt, seitdem das Mountainbike perdu ist. 
Nachdem ich das gecheckt hatte, raste ich nach oben, weckte den Liebsten mit der schönen Nachricht des erneuten Einbruchs, beruhigte ihn aber direkt: Alles noch da.

Nach dem zweiten Einrbuch vor 2 Wochen, bei dem das nach dem ersten Einbruch wieder beschaffte Mountainbike des Liebsten erneut gestohlen wurde (und zwar auch hier NUR das), ist dann jetzt wohl spätestens klar: Das Bike war der einzige Grund für den Dieb, ein Risiko einzugehen. Seit dem letzten Einbruch steht mein Rad tagsüber alleine in der Kammer, da der Liebste mit seinem "Stadtrad" zur Arbeit fährt. Gestern aber war der Liebste ausnahmsweise einmal nicht mit dem Rad unterwegs wegen Dienstreise. Wie nah liegt hier die Vermutung, dass der Dieb regellmäßig vorbeischaute, ob das tolle Rad vielleicht wirklich noch einmal wiederbeschafft worden ist? Gestern dann hatte er vermeintlich Erfolg, denn es standen plötzlich wieder zwei Räder in der Kammer. Nicht mit absoluter Sicherheit identifizierbar wahrscheinlich- aber Grund genug, noch mal kurz einzusteigen. Dann stellte er beim Heraustragen wohl fest: Mist, das ist ja gar nicht das Goldstück - und ließ es zurück. Muss man nicht verstehen - denn Risikoaversion hin oder her - er war immerhin schon eingestiegen und hatte ein Fahrrad in der Hand

Aber ich will mich gewiss nicht beschweren - immerhin dieses mal NUR ein aufgebrochener Keller ohne Diebstahl. Irgendwann freut man sich ja über die kleinen Dinge. 
Die Ideen in der Mittagspause waren natürlich vielfältig. Den großen Fahrradkarton vom letzten Kauf mit einer roten Schleife zu versehen, "Für T. von E. 💗" drauf zu schreiben, im Keller zu verstauen und das Spektakel dann mit einer Kamera zu beobachten - das reizt mich ja schon ein wenig.

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