Donnerstag, 5. Oktober 2017

WMDEDGT 10/2017


Ich bin ein wenig entsetzt, dass der letzte WMDEDGT und damit unser Urlaub schon wieder einen Monat her ist. Das Ende des Jahres kommt unaufhaltsam näher, und damit auch die bei mir so ungeliebten Feiertage. Nun ist aber erst mal Oktober, Frau Brüllen will mal wieder wissen, was wir heute alle so machen. Wenn nicht der ein oder andere vom Sturmtief weggepustet wird, gibt es hoffentlich viele schöne Beiträge.

5:45
Weckerklingeln und sogleich die Erkenntnis: Die Erkältung ist nicht mehr latent. Sondern da. Gestern Abend hatte ich die vernünftige Idee, um 21 Uhr ins Bett zu gehen, und die Erkältungserscheinungen über 9 Stunden einfach wegzuschlafen. Das hat nicht geklappt. Was unter Umständen auch daran liegen könnte, dass ich natürlich nicht einschlafen konnte, immer genervter wurde, x mal aufstehen musste, weil ich doch noch mal auf die Toilette musste ...Doofe Idee also.
Nun bin ich also nicht nur krank, sondern auch müde, aber es hilft nichts: Ich raffe mich auf, unter die Dusche und als ich um 

7:00 
im Auto sitze, geht es fast. Im Büro bin ich die erste, erledige ein dringendes To-Do und lasse mich von unserem Hiwi erschrecken, der normalerweise nicht vor 9 Uhr aufschlägt, den aber heute wegen Wind und Wetter nicht das Motorrad, sondern seine Freundin hergebracht hat. Meine Kollegin kommt vorbei, bringt mir das Pöttchen wieder, in der ich ihr von meinem selbstgemachten Brotaufstrich abgegeben habe.

9:00
Fachgruppenmeeting, zum Glück nicht mein Moderations-Job heute. Ein Kollege erzählt mir beim Weg über den Hof, dass erhöhte Radioaktivität in Sachsen gemessen worden sei. Ich halte mich für einen recht gut informierten Mitbürger und bin ein wenig geschockt, dass ich das noch nicht wusste. (Späteres Googlen bringt zwar keine Aufklärung, aber ein bisschen Relativierung bzgl. der Dramatik.)

10:00 
Zurück am Schreibtisch merke ich, dass ich keine Sekunde länger aushalte hier. Ich hab jetzt Gliederschmerzen und bin so am frieren, dass trotz Fleece-Pulli und Jacke meine Beine schlackern. Also fahre ich nach Hause, erkläre meinen Kollegen vorher aber noch, dass ich eindeutig das beste Immunsystem von uns habe, da ich ganze 2 Wochen brauchte, um mich von ihnen anstecken zu lassen. 

11:00 
Ich liege im Bett. Krank zu Hause zu sein finde ich so schrecklich. Ich wünschte, ich könnte die Ruhe dann mal hinnehmen, stattdessen denke ich die ganze Zeit, dass das falsch ist, hier rumzuhängen, dass ich wenigstens DIES oder DAS erlefigen könnte...was ja nicht der Sinn der Sache ist, wenn man sich zu Hause ausruhen sollte. Mit aller Willenskraf bleieb ich ganz vernüntig eine Stunde im Bett liegen und lese Don Winsolws "Tage der Toten" weiter. Obwohl wir beide lesen, haben wir relativ wenig Überschneidung bei dem, was uns beiden gefällt. Wir konnten uns z.B. auf die sagenhafte Ken-Follett-Trilogie einigen, die uns beide gefesselt hat. Und ab und an überkommt es mich, und ich lese einen Agenten-Thriller, den T. mir empfiehlt (z.B. die von Daniel Silva). Nun war es neulich mal wieder an der Zeit, dass ich Lust auf was anderes hatte, und so hörte ich auf seinen Rat und begann "Tage der Toten". Und ich muss sagen: Einfach nur fesselnd, gleichzeitig schrecklich, die Sprache ist so... besonders. Zynisch, realistisch, oft einfach nur beschreibend, und nicht wertend. Dass Don Winslow Jahre darauf verbracht hat, für dieses Buch zu recherchieren (und den Folgeroman) macht es noch besser. Klare Empfehlung, aber nichts für schwache Nerven. (Gestern kam kurz Mexiko ins Spiel bzgl. Urlaub nächstes Jahr... ähm, ne ich will da jetzt nicht mehr so gerne hin!)

12:30
Ich esse ein Brötchen und plötzlich geht die Tür. Kurz frage ich mich, ob der Liebste auch krank geworden ist, und da steht er schon vor mir und streckt mir Blumen entgegen. Weil er genau weiß, wie mies es mir geht, nicht nur wegen des Krankseins, sondern wegen der damit verbundenen Nicht-Sport-Machen-Problematik, der Sorge auf der Arbeit was zu verpassen und und und ... Ich bin ein wenig sprachlos, denn so oft bekomme ich jetzt auch keine Blumen, und außerdem hat er einfach mal seine Mittagspause geopfert, um zum Blumenladen zu radeln, dann nach Hause und dann zurück ins Büro. (Ich schwöre Ihnen, das hat sich heute so zugetragen, ich kann auch nichts dafür, dass das ausgerechnet am WMDEDGT passierte)


14:00
Schlafen


15:00
Lesen


16:00
Schlafen

17:00
Lesen




1 Kommentar:

  1. Ich dusselige Kuh habe den #wmdedgt im Oktober völlig verpasst. Dabei mag ich das Tagebuchbloggen so gerne. Im November muss ich unbedingt daran denken. Aber so schaue ich mir eben mal an, was andere am 5.10. gemacht haben und lerne so wieder neue Blogs kennen. Dein #wmdedgt gefällt mir wirklich gut. Werde noch etwas auf deinem Blog stöbern. Ich habe am Wochenende eine etwas andere Blogaktion gestartet vielleicht hast Du Lust dabei zu sein?
    Es geht um meinen Wandermole. Du kannst selbst ein Teil von Mole werden ....
    https://dieplaudertasche.com/2017/10/07/freyas-wandermole-die-idee/
    Würde mich sehr freuen, wenn Du Lust auf die Aktion hast, darfst es auch gerne weitersagen ;-)
    Wünsche Dir einen schönen Tag
    Liebe Grüße
    Freya

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