Montag, 30. Oktober 2017

Brücken

Am Brückentag, den ich mir frei nehmen konnte, während der Liebste den Meeting-freien Tag wegen Abwesenheit sämtlicher Kollegen dazu nutzt, den Folien für seinen Diss-Vortrag den letzten Schliff zu verpassen, schließe ich hier mal ein paar Brücken.

Die erste Brücke führt zurück zum Thema Krankenkasse. Es gibt  tatsächlich ein Update. Der Widerspruch ist bereits 3 Monate her, und so sah ich es als gerechtfertigt an, vor ein paar Wochen mal nachzuhaken. Da war bisher nur der Eingang des Schreibens verbucht worden, und am Telefon wurde mir deutlich gemacht, dass ich mich gefälligst zu gedulden habe. Nun habe ich dann. Und letzte Woche traf dann, weitere Wochen später, die Antwort ein. Meinem Antrag auf Kostenübernahme der übrigen 10 Stunden wird im Rahmen einer Ausnahme-Entscheidung stattgegeben. Wuuhuu! Natürlich freu ich mich darüber. Erst vergangene Woche habe ich wieder gemerkt, dass es immer noch wichtige Impulse mitzunehmen gibt. Der Gedanke aber drängt sich auf, was mit den vielen, vielen Menschen passiert, die nicht die Kraft haben, einen Widerspruch (oder gar erst einen Antrag) zu formulieren, und daher aufgeben, bevor sie den Kampf erst haben aufnehmen können. Fehlende Kraft, um sich mit dem Schriftkram auseinanderzusetzen, kann das Genick brechen, das habe ich schon von so vielen Menschen, die z.B. an Depressionen litten, gehört.  

Der nächste Link führt zu Uschi, deren extrem angepriesenen Zucchini-Salat ich heute für den Besuch bei Freunden vorbereite. Rohe Zucchini hört sich ehrlich gesagt für mich ein wenig traurig an. Aber da ich auf Uschis Geschmack viel gebe, und der Salat auch über mehrere Blogs schwappte, traue ich mich sogar, das Rezept ohne Probe für Freunde zuzubereiten.

Die Freunde heute Abend sind übrigens die, für die wir den Babyventskalender zusammengestellt haben. Das hat Spaß gemacht und ich freu mich darauf, den Kalender zu übergeben. Außerdem spielen wir - wie immer in dieser Konstellation - Wizard. Endlich mal wieder.

Noch eine Brücke: Die Ehrenamtsprojektfrau scickte mir soeben eine E-Mail. dass die Lehrerin einer meiner beiden neuen Schülerinnen im Unterricht plötzlich ganze Sätze spreche und auch ihren Wortschatz erweitert habe. Außerdem habe sie erwähnt, wie sehr es ihr gefalle, mit einer Deutschen zu plaudern. Ich freu mich und bin ein wenig stolz!

Brückentage haben neben der Tatsache, dass man eben frei hat, ja den zusätzlichen Charme, dass auch andere Menschen frei haben, und man wenig bis gar nicht befürchten muss, bei Wiederkehr ins Büro unschöne News vorzufinden.



Mittwoch, 25. Oktober 2017

Bergfest

Ein paar Berge habe ich ich in den 8 Jahren mit T. ja schon mehr oder weniger freiwillig erklommen, und ich glaube, es war der Piz da Peres vor einem Jahr, der mir ein für alle mal klar machte, dass der Abstieg nicht zwangsläufig weniger Kraft benötigt als der Aufstieg. Das Bergfest dieser wirklich grässlichen Woche feiere ich also heute nicht, sondern wälze mich ein wenig im Selbstmitleid bezüglich der beiden verbleibenden Tage.


Zwei kleine Lichtblicke heute morgen gaben mir aber ein wenig Schwung. Ich machte gegen 7:40 Uhr einen wunderbaren kleinen Spaziergang durch die Altstadt, weil ich natürlich mal wieder viel zu früh für meinen Arzttermin war, und konnte einen Blick in den Weißen Saal im Rathaus werfen. Dort wurde offenbar gerade geputzt, der Raum war hell erleuchtet, und von außen konnte ich mir noch mal in Ruhe alles angucken. Da wurde mir ein wenig warm ums Herz. Zeit hatte ich ja. 
Als ich dann pünktlich um 8:00 Uhr bei meiner Ärztin auf der Matte stand (na gut, eventuell war es 7:55 Uhr), war diese noch nicht mal da. Genau das gleiche ist mir schon einmal passiert dort. man könnte dann ja auch einfach den ersten Termin um 8:15 Uhr vergeben?? Aber den aufkommenden Ärger angesichts Parkverbot ab 9:00 Uhr dort, wo mein Auto stand, sowie Meeting um 9:00 Uhr vergaß ich dann schnell, als wir die letzten Blutwerte besprachen. Zum allerersten Mal konnte ich schwarz auf weiß lesen, dass die Bemühungen der letzten zwei Jahre auch von meinem Körper honoriert werden. Der ein oder andere Wert zeigt einen guten Trend, und auch wenn die Ärztin das so lapidar im Nebensatz sagte, war das für mich ein kleines Wunder, mit dem ich schon lange niht mehr gerechnet hatte. Nur für einen sehr kurzen Moment schob sich der Gedanke in meinen Kopf, ob diese positive Entwicklung wohl einer erneuten Gewichtszunahme zuzuschreiben sei. Dann hatte ich mich aber wieder im Griff, um den vernünftigen Schluss zu fassen, dass dies dann eben ja offenbar genau das wäre, was mein Körper braucht. 
Pünktlich um 9:00 Uhr war ich am Auto, verpasste zwar mein Meeting, was aber gar nicht so schlimm war, haha, weil ich zum Ausgleich noch zwei weitere spontane Meetings reingehauen bekam. Mit dem, was ich heute zwingend erledigen musste, konnte ich dann um 16 Uhr beginnen, ein Traum.

Jetzt mampfe ich zur Entspannung Schokolade (mein Körper brauchts ja, siehe oben) und wappne mich für den grandiosen Donnerstag, der mit tagefüllendem Meeting inklusive Reinraum-Action gefüllt sein wird. Nicht zu vergessen das für 21 Uhr (!!) angesetzte Dinner, in einem Restaurant, zu dem wir 30 Minuten fahren müssen. Der Plan ist so was von scheiße, da fällt mir nichts mehr zu ein. 
Aber die Blutwerte waren gut. Punkt.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Voll 90er

Wie schon auf Instagram genörgelt verkündet, schmissen wir uns gestern in ein 90er Outfit um einer entsprechenden Mottoparty beizuwohnen. Große Lust hatte ich nicht gerade, das Wetter rief nach einem Abend auf der Couch. Aber da die Einladende selber auch immer dabei ist und ein wirklich nettes Ding, überwand ich mich.

Als Outfit mussten bei mir eine Haremshose aus dem Sommer und mein Laufshirt in Neon-Pink herhalten. Gar nicht mal so schlecht sah das dann aus, dazu ein hoher Pferdeschwanz und ein pinkes Haarband, das ich nach einer Stunde wegen Kopfweh entfernen musste.Der Liebste sah übrigens mit seiner verkehrt herum aufgesetzten Base Cap und Achselshirt aus wie Aaron Carter. 



Eingeladen hatte die Freundin eines Freundes aus unserer Aachen-Truppe. Während er nur 2 Jahre jünger ist als der Gruppenmedian, snd es bei ihr 5 Jahre. Das merkt man absolut nicht, wenn wir uns "unter uns" treffen. Aber gestern war sie nun mal Gastgeberin, und da sie noch in einer WG wohnt, fühlten wir uns ein wenig in alte Zeiten zurück versetzt.

Als wir die Wohnung betraten (Klassiker-WG-Wohnung mit einem Flur, drei Zimmern, Küche und einem Bad), schlug uns bereits ein unfassbarer Geruch nach Glühwein, Menschen und ...urks entgegen. Kein Fenster war geöffnet, trotz ca. 40 Personen auf nicht gerade viel Raum, und die Scheiben waren bereits beschlagen. Das Bier lag, wie es sich gehört, in der Badewanne, die Kalkulation hat nicht ganz gepasst, wurde aber durch Schnaps-Gast-Getränke ausgeglichen, für die Nicht-Alkoholiker, die mit 25 Jahren anscheinend noch seltener erwartet werden gab es ... Leitungswasser.

Nun denn. Richtig witzig war dann aber, dass wir "alten" uns zwischen diesen ganzen jungen Medizinstudenten dann dadurch absetzten, dass wir das Zimmer mit Stereoanlage (STEREOANLAGE!) vereinnahmten, eine Bravo Hits nach der nächsten einwarfen und als einzige richtig abgingen. Wir schwelgten in Erinnerungen über den persönlichen Favorite unter den Backstreet Boys, über den Tic Tac Toe Skandal, und wunderten uns ein wenig, wieso der Rest der Gäste im Nebenzimmer Konkurrenzmusik einchaltete. Bis uns dann einfiel: Wenn die wie die Gastgeberin 1992 geboren waren, ist es kein wunder, dass sie einen Großteil der Musik nicht kannten (ausgenommen natürlich das, was auch auf normalen Parties zu später Stunde mal gespielt wird, z.B. Backstreet Boys).

Vielleicht ging es später noch richtig ab, das mag sein, aber als um 1 Uhr dann ein 55m langer Schachtel-Kranz abgegangen werden musste, sahen wir unsere Zeit zum Gehen gekommen. Ich kenne nur aus meiner Praktikumszeit bei Dräger den norddeutschen Brauch, dass zum 30. Geburtstag gekehrt werden muss oder Klingen geputzt werden müssen. Eine 25-jährige als alte Schachtel zu bezeichnen, wenn noch nicht verheiratet, ist heute natürlich geradezu hanebüchen, aber beruht natürlich auf anderen Zeiten. 

Heute also Sporteln, Chillen, Brotbacken, Kochen. 

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Der Lousberg

Ein Fotoshooting ist so ziemlich das anstrengendste, was ich mir vorstellen kann. Es gibt ungefähr auf ein Foto, auf dem ich mir gefalle, 99 Fotos, bei denen ich denke, dass ich doch in echt hoffentlich nicht so aussehe. Ich weiß, dass das Problem eher der Kopf ist - bei jedem Foto, das von mir gemacht wird, befürchte ich beim späteren Blick darauf feststellen zu müssen, dass ich doch nicht ok bin (denn auf okay-ish habe ich mich mit meinem Spiegel mittlerweile einigen können). Und dann ginge die Arbeit wieder los.

Nun komm ich aber nicht drum rum. Selbst ich als Foto-Muffel will Bilder von unserer Hochzeit haben, und den zugehörigen Fotografen haben wir vor ein paar Wochen engagiert. Wie viele andere auch macht er ein kostenloses Fotoshooting zum Kennenlernen. Witzigerweise hatte ich zeitweise den Eindruck, dass er das vor allem für sich macht, um am Tag der Hochzeit genau zu wissen, dass er das Brautpaar nicht enttäuschen wird. Ich empfinde ihn als sehr sensibel, auf vielen Fotos, die ich von ihm gesehen habe, beweist er einen Blick für die richtigen Momente. Wenn man es objektiv betrachtet, ist ein Probetermin eine sehr schöne Sache und es war schon klar, dass wir das wahrnehmen würden. So waren wir also für Dienstagabend mit ihm verabredet. Für mich schon lange, und mehr und mehr auch für T. ist Aachen einfach Heimat. Irgendwann hat auch er unbewusst aufgehört, seinen kleinen Eifel-Geburtstort als "Zuhause" zu bezeichnen. Seit 10 Jahren leben wir jetzt beide genau in Aachen. Seit über 8 Jahren sind wir ein Paar. Seit über 7 Jahren wohnen wir zusammen. 
Da war für uns klar, dass so ein Shooting in unserer "hood" stattfinden müsste - auf dem Lousberg zum Beispiel. Wie viele Spaziergänge uns schon auf, um, über den Lousberg geführt haben.... Aber auch traurige Erinnerungen verbinde ich mit diesem Berg. Das Silvester, drei Tage nachdem mein Vater starb, verbrachten wir zu Hause. Ich ging um 20 Uhr schlafen, um den Jahreswechsel nicht mitzukriegen. Wachte gegen 23 Uhr leider wieder auf und T. schlug vor, für das Feuerwerk auf den Lousberg zu gehen (das man vor lauter Qualm nicht sehen konnte). 
Immer wieder ist der Lousberg auch mein alleiniger Fluchtpunkt, um in Ruhe nachdenken zu können. Mit einem Podcast in den Ohren latsche ich gerne einfach vor mich hin und habe jedes Mal das Gefühl, wieder neue Pfade in seinem wirren Wegenetz zu entdecken. Auch Gäste laden wir gerne zu einem Spaziergang ein, um ihnen dann die Geschichte vom Teufel und der alten Frau zu erzählen. Wenn man die Erzählung richtig timet, und zum Ende der Geschichte an der Statue auskommt, ist das besonders eindrucksvoll :-)

Zurück zum Shooting. Allen, die sagen: Ach, man vergisst, dass der Fotograf da ist, sei gesagt: Das ist nicht so. Bei mir jedenfalls nicht. Aber mit ein paar Anweisungen konnten wir ganz gut umgehen, und - wie soll es anders sein bei uns - die Fotos, auf denen wir einfach spazieren, gefallen uns besonders gut. Mein Outfit, das ich gewählt hatte, war meiner Meinung nach ebenfalls die richtige Entscheidung: Nämlich genau so, wie ich oft aussehe: Jeans, Shirt und Lederjacke. Turnschuhe. Mascara. Nicht mal Zeit zu duschen  hatte ich nach der Arbeit, gerade noch mal durch die Haare gekämmt. Zu meinem Hobby würde ich Modeln jetzt ungern machen, aber die zwei Stunden waren nett. Wir haben zwischendurch viel gequatscht und gelacht und einen Spaziergang gemacht. 

Wir haben uns den richtigen Fotografen ausgesucht, nicht zuletzt wegen "Hört mal, ich mach echt keine gestellten Familien-Fotos. da müsst ihr euch jemanden anders suchen" - "Perfekt. Und wir haben keine Familie, die sich für solche Fotos eignen würde!"








Freitag, 13. Oktober 2017

Meta-Ebene

Spontan fragte ich gestern Morgen per Mail an, ob die Veranstaltung noch einen Platz frei hätte. Innerhalb von Minuten hatte ich die Zusage für einen Vortrag zum Thema "Wie umgehen mit rechten Parolen", der von der Stadt für Ehrenamtler aus verschiedenen Bereichen der Flüchtlingshilfe angeboten wurde.

So fand ich mich abends auf einem Stühlchen im Stuhlkreis eines muffigen Raums in der Volkshochschule wieder. Mit mir ca 30 weitere Personen, meistens Ü60, bis auf zwei drei in meinem Alter. Die erste Folie war schon vor Beginn der Veranstaltung angeschlagen, und nun stand dort " Argumentationstraining gegen Recht" und das Wort "Training" machte mir kurz ein wenig Sorge, ich war k.o. vom Tag, umringt von fremden Menschen und alles was ich nun nicht tun wollte, wären Rollenspiele gewesen. Musste ich zum Glück dann auch nicht.
Der hervorragende und sympathische Trainer machte direkt klar, dass angesichts der Gruppengröße eher nur eine Diskussion und gemeinsames Erarbeiten von Ideen möglich sei. Glück gehabt. Was sich dann aber die nächsten 2,5 Stunden vor meinen Augen abspielte, hätte ich nun nicht erwartet. Los ging´s mit einem Einstieg in die Vollen, einer Provokation durch den Trainer in die Richtung "Alle Grenzen zu und endlich wieder Ruhe im Karton" und dann ging´s los. Natürlich wusste bzw. sollte  jeder der Anwesenden wissen, dass wir hier sind um etwas zu lernen, dass die Situation simuliert wird, um anhand von Beispielen mögliche Reaktionen (und sehr wichtig auch Nicht-Reaktionen) zu besprechen.
Die erste Reaktion kam von dem bei weiten unangenehmsten Teilnehmer (ausgerechnet neben mir sitzend), indem er versuchte, mit Lautstärke und leider auch nur wenig sinnvollen Argumenten ("Das ist ja so ein Quatsch. Man könnte die Grenze doch gar nicht komplett kontrollieren") dagegen anzugehen. Sogleich kam die Replik vom Trainer, noch ein bisschen provokativer als zuvor, noch einfacher und plakativer. So ging es eine Weile Hin und Her. Immer mehr Argumente, häufig vermischt mit irgendwelchen Zahlen. Schwierig mit anzusehen, ein bisschen Fremdschämen, denn anders als der Trainer spielte der Teilnehmer nicht mehr, sondern ereiferte sich mehr und mehr und ....wirkte am Ende populistischer als sein Gegenüber. Andere schalteten sich ein, wollten dem provozierenden Trainer das Wort verbieten, "Boah, ich kann mir das echt nicht länger anhören", bis am Ende ca. 15 Menschen sich eingemischt hatten, drei davon hatten sich erhoben, zwei davon wütend gestikulierend den Finger erhoben.
Wow. Ich würd gerne was anderes erzählen, aber es war dann einer der jüngeren Teilnehmer, der eine andere Herangehensweise ausprobierte und den Trainer fragte "Haben Sie denn Angst? Vor was haben Sie denn Angst? Vielleicht können wir darüber sprechen". Innerlich klatschte ich Beifall, es ist ja nichts Neues, dass Vorurteile allzu oft durch unzureichendes Selbstwertgefühl und Angst bestimmt werden, und so hielt ich das für einen sinnvollen Ansatz. Zumal die anderen nun dazu übergegangen waren, sich untereinander zu streiten.  
Doch auch hier kam von unserem Trainer nicht die erhoffte Reaktion. "Angst? Ich? Wovor soll ich denn Angst haben. Vor DENEN? Lächerlich ist das. LÄCHERLICH". Hm. Jetzt war ich ein bisschen ratlos. Watt will er denn nu? 
Das zog sich so noch eine Weile, bis es dann genug war, und wir anfangen sollten, das ganze auseinander zu nehmen.Natürlich wurde dabei betont: Es gibt kein Patentrezept, jede Situation ist anders, jeder Mensch ist anders, jeder Mensch hat mal mehr mal weniger Kraft, sich auf etwas einzulassen. 
Dennoch konnte ich für mich ein paar wichtige Dinge mitnehmen. Der wichtigste ist leider der frustrierendste. Aber auch so einleuchtend, dass ich ihn nicht leugnen mag.

1) Die allerwenigsten Situationen, in denen rechtspopulistische Meinungen geäußert werden, geben es her, dass man diese Meinungen ändern kann. 

Traurig oder? Und nicht gerade das, was man im Alltag beherzigt. Wie schnell sind wir alle dabei mit "Das kann doch nicht dein Ernst sein. Du musst doch einsehen, dass...." auf Meinungen, die uns nicht gefallen. Man bringt Argumente, im besten Fall belegt durch Beispiele und .... nichts passiert. Wieso ist das so? Es gibt sicherlich noch viele andere Gründe, einer der wichtigsten Gründe ist aber,  dass die Emotionen, die vorherrschen, ein Überdenken der eigenen Meinung schon längst nicht mehr zulassen. Dieses Klima ist meistens schon ab der allerersten Sekunde geschaffen. Sei es eben durch ein abschätziges "Wie bitte?!" oder ein "Das sagt man nicht" oder einen erhobenen Zeigefinger. Plötzlich leuchtete mir sehr gut ein, dass jemand, der Parolen von sich gibt, um sich über andere zu erheben, sich groß zu machen, und sich hinter der angeblich "deutschen Meinung" versteckt, ganz sicher nicht ausgerechnet durch Lächerlich-Machen, Druck, am besten noch vor Zuschauern, von seiner Meinung abrücken wird. Weitere Gründe, wieso das nicht klappen wird, sind, so lapidar es klingt z.B. mangelnde Zeit (Beispiel: jemand hetzt in einem Bus, dass heutzutage ja nur noch "Ausländer" auf der Straße seien"). mangelnde Beziehung zu der Person. Womit wir wieder be der Angst wären. Der Ansatz, nach der Angst zu fragen, war klug. Aber wer lässt sich als 60jähriger Mann gerne von einem viel jüngeren Menschen vor 30 unbekannten Zuschauern nach seinen Ängsten fragen? Genau, keiner. Das hatten wir nicht bedacht. Aber wahr ist es.

2) Was allerdings häufig möglich ist, ist Opferschutz. 

Wird z.B. eine Person im öffentlichen Raum verbal angegriffen, kann es dem Opfer eine große Hilfe sein, sich ihm räumlich zu nähern, sich z.B. im Bus daneben zu stellen. Dabei soll kein Blickkontakt zum Täter aufgenommen werden, erst recht natürlich nicht provoziert werden auf andere Weise. Das ist etwas, was ich als Frau sehr gut schaffen kann, das traue ich mir zu. Ich war froh, über diese Anregung. Gibt es weitere Anwensende, kann mit diesen eine Nähe hergestellt werden, z.B. durch Blickkontakt oder durch einen x-beliebigen Kommentar. Die meisten Menschen befinden sich in solchen Situation in einer Schockstarre, sie wollen aus dieser herausgeholt werden. Und je öfter man Courage bei anderen beobachtet, umso wahrscheinlicher ist es, selber einmal so zu handeln.


3) Stören

Ähnlich verhält es sich mit dem Stören. Das Stören wird ebenfalls angewendet, wenn Argumentation von vornherein nicht sinnvoll erscheint. Besonders bei Stammtisch-Parolen kann man hier versuchen, das Gespräch wegzulenken, um dem Redenden möglichst wenig Publikum zu geben. Auch durch entsprechende Körperhaltung oder ruhiges aber bestimmtes Abwürgen kann das erreicht werden ("Nu komm, das hast du doch erst letzte Woche erzählt"). In Anbetracht des Publikums würde hier ein Diskussionsversuch scheitern (siehe 1), das heißt aber in dem Fall, da es sich vermutlich um Bekannte handelt, nicht, dass man nicht im Nachhinein das Vier-Augen-Gespräch suchen kann.

4) Ein solches Gespräch kann nur funktionieren, wenn man sich auf den anderen einlässt.  

Es klingt für mich sehr schwierig, aber die These muss sein: Der andere sieht seine Welt, wie er sie nun mal sieht. Das ist seine Realität und er hat ein Recht auf seine eigene Realität. Erst wenn man das verstanden hat, kann ein Diskurs entstehen. Als Einstieg müssen Minimal-Konsense gesucht werden (gestern hatten wir in einer Beispielsituation den Konsens, dass Zuwanderer früher oder später Deutsch lernen sollten, um sich bestmöglich integrieren zu können). Einen Pflock einschlagen also, und dann dran bleiben....Fragen stellen, um die Realität des anderen zu verstehen. Wer fragt, führt.


Ein paar schöne Ansätze, aber auch vieles, was demotivierend erscheint, oder? Nein, ein Patentrezept gibt es nicht...
Aber die gestrige Veranstaltung hat uns, die wir von uns denken, dass unsere Meinung ja wohl wirklich nur die richtige sein kann, einen Spiegel vorgehalten. Manche Teilnehmer haben diesen Spiegel bis zuletzt nicht gesehen, egal wie oft der Trainer es versucht hat. Erstaunlich viele Menschen waren auch nicht in der Lage, auf der Metaebene zu diskutieren. Selbstverständlich war das gestern kein Veranstaltung, um die besten Argumente auszutauschen, wieso es so toll ist, dass wir viele junge Menschen aus vielen Ländern aufnehmen. Das hatten bis zuletzt viele nicht verstanden und knallten dem Trainer Argumente an den Kopf ("Aber diese Studie sagt dass....") Nein, es sollte ÜBER das Argumentieren gesprochen werden. Und wir wurden implizit aufgefordert, unsere eigene Haltung zu hinterfragen. Der Trainer tat was er konnte, aber bei manchen scheiterte auch er. Die Dame, die früher den Bus nehmen musste, und unbedingt noch etwas loswerden wollte, verschlug dann auch ihm für ein paar Minuten die Stimme.
 "Bei mir im Dorf, das sind ALLES Nazis. ALLE. Mit denen kann man doch nicht reden."

Damit fasste sie für alle eindrucksvoll noch einmal die Definition von Populismus zusammen. 
 





Freitag, 6. Oktober 2017

Things that make you go "hmmmm" (4)

Gerade gucke ich als Aufräum-Nebenbeschäftigung in der Mediathek "Frau TV" von gestern Abend. Ich mag diese Sendung so unfassbar gerne, die Moderatorinnen Lisa und Sabine sind für mich Ausnahmepersönlichkeiten im deutschen Fernsehen, denen ich ihre Einstellung zu den präsentierten Themen komplett abnehme. 

Im Interview heute eine alleinerziehende Mutter, die über die an sie gerichteten Anforderungen spricht, denen sie aus denen oder jenen Gründen oder auch nur gefühlt niemals nie nachkommen könne. Ein Satz weckt mich plötzilch auf "....all die Mütter, die alles schaffen, sogar nach der Geburt direkt wieder in die Hosen passen....".

Vor kurzem haben Freunde von uns ihr erstes Baby bekommen. Als ich beim Spaziergang mit der noch sehr frisch gebackenen Mutter alleine gehe, frage ich sie, was (neben dem rein technischen Dingen wie Uhrzeiten, Wehenmessungen, Schmerzen - das hatte ich vorher schon gehört) das ist, was sie erzählen würde, wenn sie jemand in 30 Jahren nach der Geburt fragte. Ihre Antwort: Der Moment, als wir nach der Geburt in unserem Familienzimmer waren, unsere Tochter zwischen uns, und die erste gemeinsame Mahlzeit als Familie einnahmen, Pizza vom Lieferdienst. 

Eben nun fiel mir der Kontast dazu ein, den meine Mutter lieferte mit der Geschichte, die SIE von der Geburt ihres ersten Kindes erzählte. Nämlich dass sie sich nach der Geburt meiner Schwester von meinem Vater ihre 34er Vor-Schwangerschaftsjeans ins Krankenhaus bringen ließ und in dieser aus der Tür hinausspazierte.
Hmmm....

Donnerstag, 5. Oktober 2017

WMDEDGT 10/2017


Ich bin ein wenig entsetzt, dass der letzte WMDEDGT und damit unser Urlaub schon wieder einen Monat her ist. Das Ende des Jahres kommt unaufhaltsam näher, und damit auch die bei mir so ungeliebten Feiertage. Nun ist aber erst mal Oktober, Frau Brüllen will mal wieder wissen, was wir heute alle so machen. Wenn nicht der ein oder andere vom Sturmtief weggepustet wird, gibt es hoffentlich viele schöne Beiträge.

5:45
Weckerklingeln und sogleich die Erkenntnis: Die Erkältung ist nicht mehr latent. Sondern da. Gestern Abend hatte ich die vernünftige Idee, um 21 Uhr ins Bett zu gehen, und die Erkältungserscheinungen über 9 Stunden einfach wegzuschlafen. Das hat nicht geklappt. Was unter Umständen auch daran liegen könnte, dass ich natürlich nicht einschlafen konnte, immer genervter wurde, x mal aufstehen musste, weil ich doch noch mal auf die Toilette musste ...Doofe Idee also.
Nun bin ich also nicht nur krank, sondern auch müde, aber es hilft nichts: Ich raffe mich auf, unter die Dusche und als ich um 

7:00 
im Auto sitze, geht es fast. Im Büro bin ich die erste, erledige ein dringendes To-Do und lasse mich von unserem Hiwi erschrecken, der normalerweise nicht vor 9 Uhr aufschlägt, den aber heute wegen Wind und Wetter nicht das Motorrad, sondern seine Freundin hergebracht hat. Meine Kollegin kommt vorbei, bringt mir das Pöttchen wieder, in der ich ihr von meinem selbstgemachten Brotaufstrich abgegeben habe.

9:00
Fachgruppenmeeting, zum Glück nicht mein Moderations-Job heute. Ein Kollege erzählt mir beim Weg über den Hof, dass erhöhte Radioaktivität in Sachsen gemessen worden sei. Ich halte mich für einen recht gut informierten Mitbürger und bin ein wenig geschockt, dass ich das noch nicht wusste. (Späteres Googlen bringt zwar keine Aufklärung, aber ein bisschen Relativierung bzgl. der Dramatik.)

10:00 
Zurück am Schreibtisch merke ich, dass ich keine Sekunde länger aushalte hier. Ich hab jetzt Gliederschmerzen und bin so am frieren, dass trotz Fleece-Pulli und Jacke meine Beine schlackern. Also fahre ich nach Hause, erkläre meinen Kollegen vorher aber noch, dass ich eindeutig das beste Immunsystem von uns habe, da ich ganze 2 Wochen brauchte, um mich von ihnen anstecken zu lassen. 

11:00 
Ich liege im Bett. Krank zu Hause zu sein finde ich so schrecklich. Ich wünschte, ich könnte die Ruhe dann mal hinnehmen, stattdessen denke ich die ganze Zeit, dass das falsch ist, hier rumzuhängen, dass ich wenigstens DIES oder DAS erlefigen könnte...was ja nicht der Sinn der Sache ist, wenn man sich zu Hause ausruhen sollte. Mit aller Willenskraf bleieb ich ganz vernüntig eine Stunde im Bett liegen und lese Don Winsolws "Tage der Toten" weiter. Obwohl wir beide lesen, haben wir relativ wenig Überschneidung bei dem, was uns beiden gefällt. Wir konnten uns z.B. auf die sagenhafte Ken-Follett-Trilogie einigen, die uns beide gefesselt hat. Und ab und an überkommt es mich, und ich lese einen Agenten-Thriller, den T. mir empfiehlt (z.B. die von Daniel Silva). Nun war es neulich mal wieder an der Zeit, dass ich Lust auf was anderes hatte, und so hörte ich auf seinen Rat und begann "Tage der Toten". Und ich muss sagen: Einfach nur fesselnd, gleichzeitig schrecklich, die Sprache ist so... besonders. Zynisch, realistisch, oft einfach nur beschreibend, und nicht wertend. Dass Don Winslow Jahre darauf verbracht hat, für dieses Buch zu recherchieren (und den Folgeroman) macht es noch besser. Klare Empfehlung, aber nichts für schwache Nerven. (Gestern kam kurz Mexiko ins Spiel bzgl. Urlaub nächstes Jahr... ähm, ne ich will da jetzt nicht mehr so gerne hin!)

12:30
Ich esse ein Brötchen und plötzlich geht die Tür. Kurz frage ich mich, ob der Liebste auch krank geworden ist, und da steht er schon vor mir und streckt mir Blumen entgegen. Weil er genau weiß, wie mies es mir geht, nicht nur wegen des Krankseins, sondern wegen der damit verbundenen Nicht-Sport-Machen-Problematik, der Sorge auf der Arbeit was zu verpassen und und und ... Ich bin ein wenig sprachlos, denn so oft bekomme ich jetzt auch keine Blumen, und außerdem hat er einfach mal seine Mittagspause geopfert, um zum Blumenladen zu radeln, dann nach Hause und dann zurück ins Büro. (Ich schwöre Ihnen, das hat sich heute so zugetragen, ich kann auch nichts dafür, dass das ausgerechnet am WMDEDGT passierte)


14:00
Schlafen


15:00
Lesen


16:00
Schlafen

17:00
Lesen




Mittwoch, 4. Oktober 2017

Latent

Ich mag es ja, Wörter nachzuschlagen, sowohl ihrer Ethymologie auf den Grund zu gehen, als auch Beispielen für ihre gängige Verwendung. Oft ist es ja so, dass manche Wörter immer in einem ganz bestimmten Zusammenhang genutzt werden, obwohl das Wort selber dies gar nicht impliziert. Und hier und da gefällt es mir auch, ein bisschen klugzuscheißen - Sie kennen doch zum Beispiel den Unterschied zwischen "anscheinend" und "scheinbar? Drei von vier Personen anscheinend nicht - einfach mal drauf achten!

Nun. Heute schwirrte mir den ganzen Tag das Wort "latent" im Kopf herum. Ich fragte mich, was mit mir los ist, und mir fiel nur ein: Ich bin latent!
Ich bin latent erkältet (seit zwei Tagen läuft die Nase, der Hals tut etwas weh, und ich bin nicht sicher: Kommt es oder geht es?).
Ich bin latent genervt von einem Thema auf der Arbeit, bei dem ich nicht die Entscheiderin bin, aber gerne um Rat gefragt werde, wenn es darum geht, komplexe Sachverhalte mit dem Kunden zu klären ohne gefährliche Fallstricke zu übersehen. Ich helf da gerne, seh aber nicht erst am Horizont, sondern quasi direkt vor meiner Nase, dass da auf unserer Seite härtere Bandagen angezogen werden müssten. Nur will keiner diese Entscheidung treffen, und so diskutieren wir noch über die CC-Empfängerliste als eine mögliche Eskalationsstufe. Da ich ja nur latent genervt bin, helfe ich, wo ich kann, verpasse beim Redigieren mancher E-Mail gerne mal noch ein bisschen Pfeffer und wundere mich, dass ich das sein muss. 
Latent beschätigt mich das Verhältnis zu meiner Mutter, mit der ich belangloseste Whatsapp-Fotos (Ich:Kürbissuppe "mmhh lecker", Sie: Katze "oooh süß") austausche und immer noch nicht weiß, wohin das mal laufen soll. Latent bewusst bin ich mir der Tatsache, dass ich sie langsam wissen lassen müsste, ob sie Gast bei uns sein soll im nächsten Jahr, denn dann müsste sie wohl ihre Europa-Urlaubs-Pläne darauf ausrichten (wenn sie will).  

Ich habe das gegooglet: Der Duden assoziiert mit dem Adjektiv "latent" ausschließlich Negatives, Gefahren, Krankheiten, Krisen. Irgendwie doof. Aber mir fällt kein positiver Zusammenhang ein, das Wort latent heute auf mich zu beziehen....

Sonntag, 1. Oktober 2017

Firmenlauf, Wochenende und Wanderung

Das lange Wochenende ist halb rum, der Firmenlauf "gelaufen" und ich bin beinahe entspannt. 
Am Freitag hat alles wunderbar geklappt. Unser Pavillon kurz vor der Zieleinlauf-Strecke sah trotz unserer Unerfahrenheit und Improvisiertheit nett geschmückt aus, mehr Kollegen als gedacht sind zum Anfeuern gekommen, es gab nur zwei weitere krankheitsbedingte Ausfälle (davon einer der GF, bei dessen Antreten mit schwerster Bronchitis ich auch kein gutes Gefühl gehabt hätte...) und wir hatten nicht zuletzt großartiges Wetter! Schon vor dem Start herrschte gute Stimmung, der Liebste schaute auch bei uns vorbei, worüber ich mich sehr freute (auch wenn er meine Ing-Kollegen schon alle kannte, kann er jetzt noch ein paar mehr Namen aus anderen Abteilungen Gesichtern zuordnen). 
Mein Lauf selber lief dann ganz ok. Genau wie erwartet rebellierte mein auf Nüchtern-Laufen getrimmter Magen gegen die beiden Toast, die ich mir um 12 Uhr genehmigt hatte. Ich glaube mein Magen ist einfach nicht der shcnellste... um 17 Uhr fühlte sich das auf jeden Fall nicht so an, als seien die Toast oder Teile davon schon ein Stück weiter gekommen. Entsprechend hatte ich mit Bauchweh nach den ersten Schritten zu kämpfen, die dann zum Glück nur kurzzeitig in das gefürchtete Seitenstechen übergingen (ich habe sonst NIE Seitenstechen). Zwischen Kilometer 3 und 4 ging es dann fast, und beim Zieleinlauf war mir einfach nur übel. Aber gut. Hauptsache ins Ziel gekommen. Meine Zeit war etwa eine Minute schlechter als letztes Jahr, aber sogar auf die Triezerei von meinem Chef konnte ich milde herablächeln. Mir war das tatsächlich mal egal, ich musste nicht mal so tun als ob. 
Das gemeinsame Abendessen sponsorte dann unser GF, der auch tatsächlich den gesamten Lauf über zugeschaut hatte. Runde Sache also insgesamt. Bin trotzdem froh, dass es geschafft ist. 


Gestern wollten wir eigtl. wandern gehen. Der Wetterbericht lag aber leider ausnahmsweise nicht daneben und es regnete einfach den ganzen Tag. So strampelte ich kurz im Fitnessstudio und konzentrierte mich dann auf Haushalt mit einem Anteil an Pflicht (Saugen, Putzen, Kochen) aber auch einem Anteil an Kür: ein erneutes Sauerteig-Brot diesmal mit Weizenanteil sowie das Einkochen eines Brotaufstrichs aus Linsen und mit Curry, letzterer als Bestandteil meines Projekts "Suche adäquaten Frischkäse-Ersatz fürs Leben". Der Aufstrich ist nicht sehr zeitaufwändig, schmeckt gut, aber...ist eben kein Frischkäse. Zudem hat er konsistenzmäßig Ähnlichkeit mit Hummus, den ich eh im Kühlschrank habe. Aber einen Versuch war´s wert. Und meine Schwester kriegt auch noch ein Gläschen ab. 



Heute holten wir die Wanderung nach.Wie schon so oft ging es ins Mergelland. Wir sind immer wieder überrascht über die Vielfalt aus Wäldern, Wiesen, Feldern, Dörfern, die man auf so einer Wanderung und so nah bei Aachen präsentiert bekommt. Und nach unseren Wanderungen in Meran war ich zusätzlich überrascht, wie schnell man doch ohne größere Berge ist... 

Bei der Heimkehr machte ich dann die gestern vorbereitete Kürbissuppe noch fertig, die wir dann auch recht schnell zum Auffüllen der Energiereserven vertilgten. 
Alles ganz gelungen bisher an diesem Wochenende. Und das beste: Es folgt noch das Extra-Wochenende dank Überstunden-Überschuss.