Freitag, 18. August 2017

Talk to me!

Ich habe bei Roza ihren Cousin kennen gelernt. Und jetzt ein Loch im Bauch. 

Was arbeitest du, wie lange am Tag, oh du hast ein Auto, welches, was mache ich, wenn ich in der Uni den Professor nicht verstehe, was macht dein Freund, glaubst du Pharmazie ist gut zum Studieren, wo kann ich arbeiten außer in der Apotheke, glaubst du meine Noten reichen, was machst du nach der Arbeit, welchen Sport, wie heißt dein Freund....

Ich spreche gerne mit dir, sagt er, als ich mich verabschiede. Ich würde so gerne viel mehr mit Deutschen sprechen, aber ich habe das Gefühl, die Menschen auf der Straße mögen es nicht, wenn ich sie anspreche. Ich habe es ein paar mal probiert, aber manchmal glaube ich, sie haben Angst vor mir?

Mir fällt es sehr schwer, darauf eine Antwort zu finden. Und nach dem lockeren Schwätzen zuvor ist meine Pause nun viel zu lang. 
Bitte versuche es weiter, beschwöre ich ihn. Auch wir Deutschen können uns ändern. 

Also. Wenn Sie auf der Straße ein netter junger syrischer Mann anspricht, einfach so weil er einen Gedanken teilen will oder Sie auf einen besonders schönen Himmel aufmerksam machen will, geben Sie ihm eine Chance. Zeigen Sie ihm, dass die Offenheit gegenüber Menschen, die er in seiner Heimat gelernt hat, hier willkommen ist. So wie er.



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