Dienstag, 18. Juli 2017

Träumerei

Es ist doch erstaunlich, wie viel, intensiv, verschieden und verstörend man in 10 Minuten träumen kann. Als ich heute Morgen aufwachte und auf die Uhr guckte, hatte ich noch satte 10 Minuten bis zum Weckerklingeln. Ich mag es ja, wenn ich ein paar Minuten vor dem Wecker aufwache und Gelegenheit habe, ihn auszuschalten. Im Normalfall schlafe ich nicht mehr ein, sondern werde dann langsam wach.
Anders heute. Ich dämmerte noch mal weg und träumte....
Erst davon, eine sehr unerfreuliche Mail erhalten zu haben vom Freund meiner Schwester, in der er mir mitteilt, dass die beiden jetzt klar Partei beziehen, den Kontakt zu mir abbrechen wollten, um nicht mit meiner Mutter in kritische SItuationen zu geraten. Im Traum überkam mich dieses enorme Gefühl der Hilflosigkeit, vor dem ich mich in der realen Welt die letzten 15 Monate durch entpsrechende Selbstdisziplin habe selber schützen können. Nun war es wieder da - danke Gehirn!

Während ich eben jene E-Mail auf meinem Handy las, schaute ich aus unserem Küchenfenster, wo sich plötzlich vor meinen Augen die Serie der in Aachen und Umgebung stattfindenden Überfälle auf Geldautomaten fortsetzte. Dass gegenüber eigtl. ein Imbiss und keine Bank-Filiale ist, ist für Träume ja irrelevant... Jedenfalls waren die Täter gerade dabei, Dynamit zu platzieren, so richtig wie im Comic bei Donald Duck, als auch schon schwarz maskierte Polizisten herbeistürmten. Ich hob geradezu heldenhaft mein Handy, um die Täter auf einem Foto festzuhalten - und sogar im Traum ärgerte ich mich über meine fleckige Linse. Im Nachhinein gar nicht so logisch, denn die Polizei war ja schon vor Ort und die sind bestimmt im Erfassen von Gesichtern wackeligen Handy-Fotos deutlich überlegen. Trotzdem klingelte es dann an der Tür - und mit absoluter Sicherheit wusste ich in dem Moment, mein letztes Stündlein hat geschlagen: Da steht nun einer der Täter und ich werde dafür büßen, ihn fotografiert zu haben. 
War dann der Wecker. Ich war ein wenig erleichtert.

Anstrengende 10 Minuten Schlaf, die ich mir da noch gegönnt habe. Einen Geldautomaten-Überfall hat es heute Nacht übrigens tatsächlich gegeben - allerdings in Walheim.

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