Samstag, 1. April 2017

Zwei Schritte vor, ein Schritt zurück...

Die Idee ist, Herausforderungen so zu selektieren, dass sie nach dem Bestreiten als positiv abgespeichert werden können. Selten habe ich einen besseren Rat bekommen und so versuche ich ihn, so oft es geht, umzusetzen. Auf diese Weise habe ich mir in den vergangenen zwei Jahren die ein oder andere No-Go-Area zurück in mein Leben gezerrt geholt, sei es, Einladungen bei Freunden wieder wahrzunehmen, das Autofahren, etliche Lebensmittel, Restaurantsbesuche, etc.Der resultierende Stress in der jeweiligen heausfordernden Situation ist real, und nicht selten körperlich. Das bedeutet leider auch, dass er auch körperlich ausgehalten werden muss. Das macht nicht wirklich Spaß und ist anstrengend, sodass man gut daran tut, diese Herausforderungen sorgsam zu dosieren.
Das wichtige ist eben, dass die Erfahrung am Ende als erfolgreich durch mich bewertet werden kann. Ist das nicht der Fall, ist das Geleistete nicht nur sinnlos sondern sogar mit negativen Folgen verbunden. Auch ein fremdes "Gut gemacht" wird eher missinterpretiert statt angenommen.
Das Ziel von Anfang an muss also sein, dafür zu sorgen, dass die Aufgabe eben für mich ein Erfolg wird. Das hat nichts mit Selbst-Betuppen zu tun, indem ich mir nur die Aufgaben raussuche, die nur scheinbar Herausforderungen wären, sondern es handelt sich um eine strategische Annäherung an immer größere Aufgaben, denn jede einzelne kostet Kraft und hat somit ihre Zeit und ihren Ort.

Danach bewertet war dieses Wochenende ein Mitteldings, insgesamt und mit ein paar Stunden verschnaufen gestehe ich mir aber zu, dass es wohl immerhin zwei Schritte vorwärts und nur einer zurück waren. 

Der Vorwärtstrend
  • Gäste zu Besuch haben
  • Gäste zu Besuch haben über Nacht
  • Gäste zu Besuch haben mit zuckersüßen Kindern, wohlwissend, dass diese meine Ordnungs- und Sauberkeitsansprüche innerhalb von Sekunden über den Haufen werfen würden
  • Dementsprechend auszuhalten, dass man bei jedem zweiten Schritt am Boden kleben bleibt, dass Playmobil an allen erdenklichen Orten liegt, dass Din A4 Blätter in kleinstmögliche Fitzel gerissen, als Geschenke an alle Anwesenden verteilt werden inkl. Luftzug beim Öffnen des Fensters..., die Küche nicht auf der Stelle nach dem Essen aufzuräumen, sondern mit den Hufen scharrend gemütlich sitzen zu bleiben und und und
  • Mehrere gemeiname Mahlzeiten
  • Wirklich, wirklich Freude zu haben an der netten Gesellschaft 
  
 

 Die Einschränkung

  • Der Plan, den Ausflug in die Stadt mit den Gästen zu nutzen, um spontan wie seit 2 Wochen in meinem Kopf hin und her diskutiert, meine gerne als Abendessen verspeiste Lieblings-Nr. 21 (mit mehr Dip aber ohne Käse) auch mal als Mittagessen zu versuchen, war in der Umsetzung dann erstaunlich schwierig. Die ursprünglich formulierte Challenge "warmes Mittagessen mit Freunden" entpuppte sich dann als "warmes Mittagessen mit Freunden unter Zeitstress im Gehen und Stehen aus der Alufolie", und war somit - auch unter dem allgemein erhöhten Stresspegel des Wochenendes - wirklich zu viel. 
Ach, who cares, abgehakt. Zwei Schritte voran! Mindestens. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen