Mittwoch, 29. März 2017

Ein blindes Huhn...?

Es hat bei mir einige Zeit gedauert, dass ich meine Stärken im Beruf (jaja über privat wollen wir gar nicht erst sprechen) als solche anerkennen konnte. Mittlerweile gehe ich relativ offensiv damit um, dass ich nicht ständig unter Maschinen liegen muss und mit ölverschmierten Händen meine Spuren hinterlassen muss, sondern meine Handschrift eher aus Strukturierungsstärke, Ordnung, Koordinations- und Kommunikationsfähigkeit sowie Fäden-Zusammenhalten besteht (mancher mag es Management nennen). Und trotzdem eine gute Ingenieurin bin. Das dauerte etwas in einem Umfeld, in dem manche Kollegen das Konstruieren als DIE Ingenieursaufgabe schlechthin sehen und das auch außenwirksam vor sich hertragen (absurderweise wurde das Konstruieren in meinem alten Job gerade größtenteils von den Ingenieuren an die Zeichner abgegeben ...).
Mittlerweile hat sich der Wind ein wenig gedreht, und ich fühle quasi täglich, dass meine Stärken - an den richtigen Stellen eingesetzt - wirklich was bewegen. Das macht mich glücklich und zufrieden.
So habe ich heute ganz natürlich ohne großes Überlegen die Moderation und Dokumentation eines Brainstormings übernommen - ich war froh, wirklich viele kreative Köpfe in der Runde zu haben und die Kollegen ebenso froh, wegen "Wenn du das machst, braucht man es danach nicht noch mal anfassen und versteht auch noch in einem Jahr, was Sache war" .
Und, was soll ich sagen? - jetzt wird aus einer Vielfalt an guten Einfällen ausgerechnet meine Idee weiterverfolgt. 
WTF oder auch Ein blindes Huhn ....

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