Montag, 9. September 2019

190909 Szenen

Derzeit halte ich es mal mit Novemberregen und bezeichne das, was auf der Arbeit passiert, als Unaussprechliches. Nicht, weil es so absurd oder geheim wäre, sondern weil so unfassbar viel an einem einzigen Tag ist, dass ich mich abends an so gut wie nichts mehr erinnere. Daher nur ein paar wenige Ausschnitte des Tages

Bei Lidl um 7.20 Uhr. Während ich mir ein Laugenbrötchen hole, sehe ich drei Polizistinnen durch den Laden stromern. Schlagartig bereue ich, nicht Polizistin geworden zu sein, denn die drei sind einfach zu cool. Alle Mitte/ Ende 20, groß, super Habitus und dazu auch noch hübsch. Was füre eine Streife, denke ich und freue mich, dass sie nicht einem männlichen älteren Polizisten hinterherdackeln. An der Kasse dann die Enttäuschung: Sie laden palettenweise Milch und Kaffee aufs Band. Offenbar sind sie in dieser Konstellation zum Einkaufen geschickt worden - natürlich.

Ein paar Stunden später in einer inhaltlichen Diskussion mit meinem Chef. Er fragt "Nur damit ich das einschätzen kann: Bist du grad total genervt?" - Dabei war ich einfach nur komplett konzentriert und in der Diskussion drin. Muss an meiner Mimik arbeiten - oder er lernt mich besser kennen. 

Um 17 Uhr beschließe ich zu gehen. Ich bin seit 7.20 Uhr im Büro und finde das lang. Plötzlich verspure ich einen unfassbaren Jieper auf Rahmkohlrabi, google noch schnell: Check! Gibt´s bei Lidl. Mein Tag endet also da, wo er begann: Bei Lidl. Während ich mit dem Kopf in der Kühltruhe hänge und nach Rahmkohlrabi wühle, findet ein ca. 5-jähriges Mädchen es unheimlich witzig, die Truhe zuzuschieben, sodass ich dagegen halten muss, um den Kopf nicht eingeklemmt zu kriegen. Ich sage mehrmals laut "Du tust mir weh" und erhalte keine Reaktion. Dachte, diese empathiefreie Phase sei viel früher...Statt Rahmkohlrabi gibt´s dann TK Broccoli, wie so oft. 

Viel los heute. Und trotzdem nur ein Gedanke den ganzen Tag. 



Sonntag, 8. September 2019

190908 Geschichten aus der Eifel

Diese Hochzeiten. Ich wünschte ja, ich könnte mich noch mal so euphorisch auf diese Feste freuen wie vor vier Jahren, als das erste Paar im Freundeskreis gefeiert hat. Besonders wenn es nicht ganz so nahe Freunde sind, hält sich meine Vorfreude in Grenzen - so auch gestern. Wider Erwarten war es aber ein schönes Fest und es gab so ziemlich alles, was ich der Braut (Mountainbikerin, im Freundeskreis "Maschine" genannt) nicht zugetraut hätte: Schöne Deko, liebevolle Gastgeschenke, einen Brauttanz mit Medley-Choreo (ich dachte, das macht man seit 10 Jahren nicht mehr) und wirklich gutes Essen. Den Bräutigam "gibt" es aber auch erst seit zwei Jahren und ich möchte, ohne ihn besonders gut zu kennen, sehr viel darauf verwetten, dass er die Planung in die Hand genommen hat.

Die Hochzeit fand in der Gastronomie in Vogelsang im Nationalpark Eifel statt. T. und ich sind aber schon ein paar Mal hier gewesen auf einer Wanderung oder Radtour. Doch die Aussicht haut mich jedes Mal wieder aus den Socken. 
Ja, sicher eine besondere Wahl, an diesem Ort zu heiraten, die Geschichte dieses Ortes dürfte jedem bekannt sein, und ein wenig hat es uns auch gegruselt, als wir über den Platz gingen, auf dem es ein Foto mit Hitler gibt. Letztendlich ist es aber das "Revier" des Brautpaares: Eifel, Natur, Berge - und so passte alles.

Eine wunderbare Geschichte, die die beiden sich sicher noch in 50 Jahren erzählen werden, ereignete sich. Bevor die Kirche stattfand, hatten Brautpaar und Familie auf dem Gelände auf sämtlichen Treppen grüne Weinflaschen mit Rosen aufgestellt zur Kennzeichnung des Weges (man kann sich da echt verlaufen) und als Deko. Als die ersten Gäste dann nach der Messe auf Vogelsang eintrudelten, kam ihnen ein Radfahrer auf einem Rad entgegen, was über und über mit Rosen geschmückt war. Keiner dachte sich etwas dabei: Vielleicht war das Rad als Deko gedacht und wird jetzt irgendwo abgestellt, immerhin sind die beiden Mountainbiker. Bald trafen aber die ersten aus dem internen Kreis ein und es stellte sich schnell heraus, dass es sich um einen gemeinen Rosen-Dieb gehandelt hatte, der nun natürlich - wortwörtlich - längst über alle Berge war. "Wenn das das einzige ist, was schief geht, alles gut" - sagte die Brautmutter noch, und dann gab es Kuchen in einem Saal mit riesigen Fenstern und tollem Blick auf die Urft. Auf diese Weise verpasste niemand, dass eine halbe Stunde später ein Polizeiwagen vorfuhr. Es stiegen zwei typische Dorfpolizisten aus und die nun folgende Szene hätte "Mord mit Aussicht" alle Ehre gemacht: Der eine Polizist fragte nach der Braut, die gerade Hochzeitstorte verteilte. Sie wurde geholt, ging hinaus - und bekam von der Polizei alle ihre weißen Rosen überreicht. Die beiden Polizisten hatten ein fettes Grinsen im Gesicht und bald auch schon ein dickes Stück Torte auf dem Teller. Von allen Seiten wurden sie mit Dank überhäuft und für ihren Einsatz gelobt. -  Bestimmt eine ganz nette Schicht für die beiden im sonst so ereignislosen Eifeldörfchen. 

Die Trauzeugen verteilten schnell die Rosen wieder in die vorgesehenen Flaschen, und nach einer halben Stunde fuhren die Polizisten wieder. 
Seither habe ich einen Ohrwurm von der Titelmusik von "Mord mit Aussicht"




Samstag, 7. September 2019

190907 Was geht

Was alles so geht: 
  • 50 Wochenstunden arbeiten in einem neuen Job als blutige Anfängerin
  • dabei halbwegs gesund essen (wenn wir mal das tägliche Schokocroissant ausklammern)
  • An 3 von 5 Tagen vor der Arbeit spazieren
  • Abends ohne Mann ins Bett gehen wegen Dienstreise (Kuala Lumpur!!! Hat sich nur so mittel gelohnt)
  • Freitagabend noch nach Aachen düsen zu einem Geburtstag und dort sogar Spaß haben (das ist ja meistens die eigentliche Crux)
  • Samstagmorgen Haushalt
  • Restlicher Samstag: Hochzeit
Ob der letzte Punkt wirklich geht, werden wir erst noch sehen, denn wir fahren jetzt erst los. Insgesamt aber die in allen Belangen anstrengendste Woche seit langem.
 

Freitag, 6. September 2019

190906 so fertig

Ich bin so erschöpft. Aber Hauptsache jetzt müssen wir noch auf einen Geburtstag und morgen auf eine Hochzeit. Heute aber zum ersten Mal die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass der Job doch was sein könnte. Das liegt in erster Linie an einem außerordentlich gutem Gespräch mit meinem Chef.

Donnerstag, 5. September 2019

190905 Immer noch so was wie Pause

Es ist immer noch alles sehr sehr anstrengend. Aber zum Glück ist T. wieder da. Der war 4 Tage in Kuala Lumpur, auf einer semi lohnenswerten Messe sich die Beine in den Bauch stehen.
Ich bin zu k.o. um ihm von der Arbeit zu erzählen, er zu müde, um von der Reise zu berichten.
Nach langer Zeit reicht es heute mal nicht für den #Wmdedgt der lieben Frau Brüllen. :(

Mittwoch, 4. September 2019

190904 Pause

Pause Tag 2

Dienstag, 3. September 2019

190903 Pause

Pause Tag 1. Sorry, alle Kapazitäten aufgebraucht.