Freitag, 11. August 2017

Settimana - aber subito KW32/2017

Die Woche war eigentlich ganz angenehm. Zwar ist auf der Arbeit nach wie vor viel zu tun, aber die Abwesenheit bestimmter Personen steigert enorm das Produktivitätslevel (auch wenn ich mir die Fähigkeit zugelegt habe, konzentriert weiterarbeiten zu können, während ich mit sinnlosem Zeug, Wiederholungen der immerselben Stories, und Lästereien vollgetextet werde. Das Gute ist: Antworten oder externe Meinungen benötigt diese Person nicht, sodass regelmäßiges Nicken völlig ausreicht, das Bedürfnis der Mitteilung zu befriedigen. Insofern ist das eher eine einfacherer Multitasking-Aufgabe). 

Nachdenklich gemacht hat mich diese Woche - wie wohl die ganze Welt - welche Macht 140 Zeichen auf Twitter haben. Wenn ich mir vorstelle, was meine Großmutter, die den Krieg erlebt hat, denken muss, wenn sie hört, welche Drohungen ausgetauscht werden und wie sehr unser Frieden zur Zeit am Ego zweier Männer hängt....
Ohnmächtig macht einen zu sehen, dass es kein Medium gibt, was wirklich in der Lage wäre, die Machtverhältnisse im Weißen Haus darzustellen. Hilflos geben die Medien die Tweets wieder, die Trump morgens nach dem Aufwachen wie gefährliche Funken in die Welt sprüht, ohne zu durchschauen, ob es noch ein regulierendes Element gibt, das das schlimmste verhindern wird. 
Und alle hoffen gemeinsam: Möge sich nur keiner dieser Funken entzünden. 

Gestern waren wir essen, um endlich mal wieder mit T.s Bruder ein paar News auszutauschen. Und auch wenn das Essen bei Habibi wirklich lecker war, geht doch nichts über den AKL-Dip. Das ist für mich der Geschmack von libanesischem Essen und den bin ich auch nicht bereit zu missen. Nächstes Mal also wieder AKL.

Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Mühsam vereinbarte Prozesse und Verantwortlichkeiten sind passe, als hätte es sie nie gegeben. 
Ich bin niemand, der Verantwortung ablehnt, im Gegenteil - de facto die, die eine Aufgabe, die an eine Gruppe gerichtet wird ohne nähere Spezifikaiton, kurz wartet, ob sich jemand rührt, und dann eben die Organisation übernimmt. Meistens dann auch den Großteil der Ausführung selber, aber das ist ein anderes Thema (TEAM- toll,ein anderer machts!) Dennoch finde ich es vorteilhaft, sich in einem regulierten Umfeld auch in der inneren Struktur eine gewisse Ordnung einzuhalten - und zwar nicht auf dem Papier. Und so bin ich jetzt in der zwiespältigen Situation, dass der ChefChef mir in Abwesenheit des Chef ein Projekt angedeihen möchte ("So viele Schnittstellen, Eva, genau dein Ding. Das muss jemand richtig strukturiert angehen!"), was de facto aber so gar nicht organigrammmäßig bei mir landen sollte. Nun bin ich in der Zwickmühle: Denn einerseits denke ich: "So viele Schnittstellen, Eva, genau dein Ding. Das muss jemand richtig strukturiert angehen!" und andererseits weiß ich genau, dass ich damit selber dazu beitrage, die Prozesse zu untergraben. Schön - nicht.

Nun ist aber zum Glück erst mal Wochenende. Und zwar ein langes, denn ich löse einen 2,5 Jahre alten Gutschein für eine Fahrradtour an der Mosel ein. Ich glaube das wird nett. Für mich ist das ein All-Inclusive-Wochenende, und ich plane, alle zwei Stunden nach Cappuccino und Eis zu krähen 😊.

Außerdem bin ich ganz froh, dass ich am Montag nicht mal ansatzweise in der Nähe des Flughafens bin, auf dem meine Mutter ankommt.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen