Sonntag, 11. Juni 2017

Wochenende: Betriebsamkeit und Ruhemodus

Wäre der Sonntag so weitergegangen wie der Samstag, das wäre nicht gut gewesen. So aber ergab sich ein halbwegs guter Ausgleich dadurch, dass der Samstag voll gepröfft mit Programm, der Sonntag dagegen absolut frei von jeglichen Verpflichtungen bis auf das übliche eben war.
Nach dem Laufen am Samstagmorgen zog ich nicht über Los die Kaffeemaschine, sondern stellte mich sofort hin, um die noch Freitagabend gebackenen Muffins mit Schokolade zu verzieren, damit sie noch eine Chance hätte, vor der Abfahrt zu erkalten. 


Weiter ging´s mit Sachen packen, duschen, ehe es dann doch noch für Frühstück und Kaffee reichte. Kurz darauf saßen wir dann schon im Auto, um erst meinem Bruder und seiner  Familie, und dann meiner Schwester und Freund einen Besuch abzustatten. Bei beiden Besuchen reichte die gemeinsame Zeit nur für das nötigste Auf-den-neuesten-Stand-Bringen und das Urlaubsvideo. Der Liebste musste noch mit dem Neffen eine Runde Fußball kicken, was zum Gefühl, bei 25 Grad und Sonne und Besuche-Hopping irgendwann nicht mehr ganz blumig duftend zu sein, beitrug. Bei meiner Schwester machten wir uns dann noch frisch, zogen uns um, und schon ging es weiter nach Köln zu einer Hochzeitsfeier. Das Brautpaar wollte eigtl. nicht feiern, hatte sich dann aber kurz entschlossen doch noch durchgerungen, in ein Brauhaus einzuladen. Wider Erwarten war die Location echt nett. Der Kellner, der alleine (!) 60 Gäste bei den Temperaturen mit Kölsch und Soft-Drinks versorgte, war der Knaller: Immer ein Lächeln auf dem Gesicht, charmant aber nicht schmierig mit der Braut, keine Sonderwünsche wie Cola Light wurden vergessen. In anderen Brauhäusern habe ich da schon ganz anderes erlebt. (Ohne eine Bestellung aufzunehmen, ein paar Kölsch auf den Tisch zu knallen und abzuhauen, ehe anderweitige Wünsche erhört werden können zum Beispiel!). Nicht ganz so toll war die Zeitplanung. Als wir um 19 Uhr ankamen, hatten wir und alle anderen Gäste neben Durst auch Kohldampf. Bis es dann aber die Kölschen Tapas gab, sollten noch einmal zwei Stunden vergehen. Insgesamt trotz fehlender kulinarischer Höhenflüge aber ein wirklich netter Abend mit einem relaxten Brautpaar und unseren besten Freunden an unserem Tisch. Was will man mehr. 

Als wir dann gegen 3 Uhr im Bett lagen, konnte ich zwar gut ein- aber nicht durchschlafen und so fühle ich mich heute auch. Dazu Kreislauf, warm, bisschen Bammel vor der eigenen Courage bzgl. Arbeitsdingen. Zum Glück verlangte der Sonntag darüber hinaus nicht mehr von mir als beim Frühstück das Zeit-Rätsel zu lösen, mein Buch auszulesen, auf dem Balkon zu sitzen und das Abendessen vorzubereiten. 



Der weitere Plan sieht Tatort vor und dann - Bett!
Morgen wird zur Arbeit geradelt, damit ich nach Feierabend ohne Umweg über zu Hause direkt in die Stadt düsen kann, um meine Syrerin zu treffen.

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