Freitag, 5. Mai 2017

WMDEDGT 5/17

Wie die Zeit vergeht, merkt man daran, dass Frau Brüllen heute wieder jeden, der es hören will, fragt, was er denn den ganzen Tag so mache.


05:40
Ich bin schon vor dem Wecker wach, das mag ich am liebsten. Um mein Überstundenkonto nicht weiter in die Höhe zu treiben, versuche ich mittlerweile aber, trotzdem liegen zu bleiben. Das klappt so mittel. So stehe ich um 05:40 auf und lege eine kurze Runde Yoga/Kraft ein. Beim anschließenden Badaufenthalt höre ich den Podcast "This American Life". 
Meine abonnierten Podcast aktualisieren sich in der Zwischenzeit. Freaconomics Radio hat eine neue Folge mit dem Titel "War on Sugar. Is it justified?" Ich muss grinsen, denn wer in den letzten Tagen in der richtigen Twitter-Topographie unterwegs gewesen ist, weiß, dass die Antwort lautet: Ja, es herrscht Krieg, und zwar nicht nur gegen den Zucker selber. Ich freu mich, den Podcast zu hören, auch wenn ich nicht vermute, viel neues zu hören. 

07:15
Erste im Büro, die räumt die Spülmaschine aus. Die Erfahrung zeigt: Mache ich es nicht, dann in der Mittagspause spätestens, weil ich sonst keinen Teller oder Messer habe. Es gibt wohl überall die einen, die die Spülmaschine anschalten und ausräumen, und die anderen, die die benutzten Teller und Tassen in die Spüle stellen ...
 
08:00
Da ich umso effizienter werde, je mehr Zeitdruck und Aufgaben ich habe (nicht die schlechteste Variante) zeigt sich, dass ich die ursprünglich bis zum Urlaub geplanten To-Dos schon früher erledigt habe als geplant. Und das OBWOHL (oder eben WEIL) diese Woche unvorhergesehen Aufgaben an mich herangetragen wurden. Die Frist war gestern Abend und obwohl ich die vorangegangene Kommunikation diesbezüglich nun ja... dürftig fand, habe ich mich gestern Abend über ein Wort an Lob und Dankbarkeit gefreut. Man lernt ja, die Ansprüche zurückzuschrauben. Jedenfalls ist das Ding jetzt weg vom Schreibtisch udn ich kann intensiver als gedacht eins meiner eigenen Projekte weiter bearbeiten. 

11:00 
Zwei Meetings hintereinander. Beim zweiten Meeting warten wir auf einen Teilnehmer. Als er 5 Minuten zu spät ist, rufen wir ihn an, er hat uns vergessen, aber komme sofort. 30 Sekunden später klingelt das Meetingraum-Telefon: Dauert noch was: Gerade habe er jetzt seinen Kaffee in die Tastatur geschüttet. 
12:00
Mittagspause mit Brot und Frischkäse. Mittlerweile sind wir bei Black Stories angekommen, die erstaunlich viel Spaß machen. Der Amerikanische Kollege gesellt sich zu uns und als wir anbieten, noch mal auf englisch anzufangen, zeigt sich, dass er alles zuvor Gesagte sehr wohl verstanden hat. Wirklich toll, nach 4 Monaten in Deutschland. Da zeigt sich, dass der tägliche Kontakt und die Konfrontation eben das A und O sind und genau das meiner Syrerin fehlt. Bis auf den Integrationskurs kann sie sich, wenn sie will, komplett vor der deutschen Sprache verstecken: Familienmitglieder in der Stadt, arabisches Fernsehen, arabischer Supermarkt,... Ich bin ja eher der Typ "Ich quäle mich" und sogar in Italien-Urlauben, in denen ich auf Menschen treffe, die sicher englisch könnten, beharre ich darauf, wenigstens dann mal mein Italienisch anzuwenden (Na gut: Vielleicht bin ich auch der Typ "Ich quäle andere"?).

15:00
Kaffee gegen das Nachmittagstief. 

16:30 
Feierabend! Und der Freitagseinkauf. Unser Laden hat komplett umgebaut und mein sorgfältigst geschriebener Einkaufszettel in der Reihenfolge der Gänge ist nun wertlos. Uarg. Es war doch so schön logisch alles. Wieso baut ihr um? Außerdem benötige ich heute ausnahmsweise Kaffeepulver statt -bohnen für unseren Urlaub. Auch wenn die Auswahl gar nicht so riesig ist, kann ich mich nur schwer entscheiden. Immerhin muss ich damit dann wohl 2 Wochen im Urlaub leben. So viele Supermärkte mit Kaffeeauswahl werden wir wohl nicht sehen. Am Ende entscheide ich mich für eine Marke, die man so aus der Werbung kennt. Jetzt fehlt nur noch Milch. Die steht nun ganz woanders, nämlich völlig sinnbefreit neben dem Klopapier. Außer für Personen mit Laktose-Intoleranz erschließt sich mir da kein Zusammenhang. 

17:30 
Nachdem ich diesen Post zusammengeschrieben haeb, gibt es jetzt Kürbiskernbrötchen mit Chemie. Wie jeden Freitag. Für die Extraportion Chemie des Liebsten habe ich ihm ein Schoko-Croissant mitgebracht. 

20:00
Wir planen noch ein bisschen am Urlaub rum, auch wenn es jetzt wirklich nur noch um Mini-Details geht (Welche Spiele nehmen wir mit? Welchen Supermarkt suchen wir nach der Ankunft für die Erstausstattung auf?). Meine Briefwahlunterlagen sind nun angekommen und ich klicke ein bisschen im WDR Kandidatencheck herum. Mein Wahlkreis ist praktischerweise der allerallerallererste in der Liste! Praktisch.



 

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